Studieninhalte / Studienverlauf: Unterschied zwischen den Versionen

Aus BA PPE (Philosophie, Politikwissenschaft & Sozioökonomie)
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===== Basismodul Politik II: Politische Systeme und Vergleichende Politikwissenschaft / 3. Fachsemester =====
==== Basismodul Politik II: Politische Systeme und Vergleichende Politikwissenschaft / 3. Fachsemester ====
Das Grundlagenmodul umfasst zwei zentrale Teilgebiete der Politikwissenschaft. Die Studierenden kennen grundlegende politikwissenschaftliche Fragestellungen der politischen Systemlehre und des Vergleichs. Sie können Konzepte der Systemanalyse und der vergleichenden Politikwissenschaft nennen, zuordnen und erläutern. Sie verfügen über Anwendungskompetenzen und eigenständige Urteilsfähigkeit.
Das Grundlagenmodul umfasst zwei zentrale Teilgebiete der Politikwissenschaft. Die Studierenden kennen grundlegende politikwissenschaftliche Fragestellungen der politischen Systemlehre und des Vergleichs. Sie können Konzepte der Systemanalyse und der vergleichenden Politikwissenschaft nennen, zuordnen und erläutern. Sie verfügen über Anwendungskompetenzen und eigenständige Urteilsfähigkeit.


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''Prüfungsleistung: 60-minütiges Take-Home-Essay''
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==== '''Basismodul Gesamtwirtschaftliche Analyse''' ''(Sozioökonomie)'' / 3. Fachsemester ====
==== Basismodul Gesamtwirtschaftliche Analyse ''(Sozioökonomie)'' / 3. Fachsemester ====
Kompetenzziele: Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für eine makroökonomische Betrachtung ökonomischer Zusammenhänge, erlernen Grundlagen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, lernen konkurrierende makroökonomische Denkrichtungen und Methoden kennen, insbesondere neoklassische und keynesianische Paradigmen und lernen den Umgang mit einfachen makroökonomischen Modellen. Sie lernen, wirtschaftspolitische Argumente und Standpunkte konkurrierenden wirtschaftswissenschaftlichen Paradigmen zuzuordnen und sie lernen den Umgang mit gesamtwirtschaftlichen Daten. Sie können wirtschaftspolitische Zielgrößen, Konzeptionen, Bereiche und Instrumente beschreiben und vergleichen und Grundlagen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion beschreiben.
Kompetenzziele: Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für eine makroökonomische Betrachtung ökonomischer Zusammenhänge, erlernen Grundlagen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, lernen konkurrierende makroökonomische Denkrichtungen und Methoden kennen, insbesondere neoklassische und keynesianische Paradigmen und lernen den Umgang mit einfachen makroökonomischen Modellen. Sie lernen, wirtschaftspolitische Argumente und Standpunkte konkurrierenden wirtschaftswissenschaftlichen Paradigmen zuzuordnen und sie lernen den Umgang mit gesamtwirtschaftlichen Daten. Sie können wirtschaftspolitische Zielgrößen, Konzeptionen, Bereiche und Instrumente beschreiben und vergleichen und Grundlagen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion beschreiben.



Version vom 15. September 2026, 11:51 Uhr

Studieninhalte

Im Studiengang erwartet Sie ein breites und anspruchsvolles Programm, sowohl mit fachspezifischen Vorlesungen und Seminaren in den Disziplinen:

  • Philosophie
  • Politikwissenschaft
  • Sozialökonomie
  • sowie in fachübergreifenden Veranstaltungen

Studienverlaufsplan

In der folgenden Abbildung erhalten Sie einen Überblick im Studienverlaufsplan der sechs Semester.

Studienverlaufsplan BA PPE

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Die nachfolgende Übersicht zeigt die einzelnen Veranstaltung der jeweiligen Basis- und Aufbaumodule:

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Module und Veranstaltungen

Basismodul PPE (Interdisziplinär) / 1. Fachsemester

Kompetenzziele: Studierende sind befähigt wissenschaftliche zu arbeiten und wissenschaftliche Texte zu verfassen. Sie erwerben einen Überblick über grundlegende Paradigmen, Konzepte und Theorien aus Philosophie, Politikwissenschaft und Ökonomie.

Einführung in das Studium und Arbeitstechniken (Politikwissenschaft):

Die Studierenden bearbeiten Texte unter Nutzung insbesondere der folgenden Arbeitstechniken:

•      Lesen und Strukturieren wissenschaftlicher Texte

•      Dokumentationstechniken, Abstracts, Exzerpte

•      Präsentieren, Referieren, Diskutieren

•      Entwicklung von Themen und Fragestellungen als Grundlage für die Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten

•      Recherchieren

•      Stil und Form wissenschaftlichen Schreibens (Hausarbeit)

Studierende erwerben eine Orientierung über die Art und Weise des Studierens und eignen sich die grundlegenden Techniken wissenschaftlichen Arbeitens an. Sie werden befähigt zur wissenschaftlichen Literaturrecherche, zum wissenschaftlichen Schreiben und zum wissenschaftlichen Zitieren.

Studienleistung: Portfolio

Werkzeuge der philosophischen Analyse (Philosophie)

Im Zentrum der Veranstaltung stehen elementare Fragen der Theoretischen oder Praktischen Philosophie.

Die Studierenden können kurze eigene Texte begrifflich klar und logisch strukturiert verfassen (basale Begriffs- und Begründungskompetenz). Sie sind in der Lage, eigene mündliche Präsentationen methodisch aufzubauen und vorzutragen (grundlegende Argumentations- und Präsentationskompetenz).

Prüfungsleistung: Essays

PPE Grundzüge (interdisziplinär)

Die Veranstaltung zielt auf die Vermittlung von Inhalten philosophischen, politischen und ökonomischen Denkens. In diesem Rahmen wird die Erarbeitung von methodologischen und paradigmatischen Grundlagen aus den drei Disziplinen sowie die Diskussion gesellschaftlicher Probleme aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und ökonomischer Perspektive fokussiert.

Die Studierende erwerben grundlegendes Wissen in der Geschichte philosophischen, politischen und ökonomischen Denkens, sie reflektieren gesellschaftliche Probleme vor dem Hintergrund historischer und zeitgenössischer theoretischer und methodologischer Paradigmen aus Philosophie, Politikwissenschaft und Ökonomie und Sie üben eine kritisch-reflexive Betrachtung von Lösungsansätzen gesellschaftlicher Probleme aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und ökonomischer Perspektive ein.

Prüfungsleistung: Portfolio

Basismodul Logik / 1. Fachsemester

Einführung in die Logik (Philosophie)

Kompetenzziele: Studierende beherrschen die wichtigsten Techniken zur Evaluation philosophischer Argumente auf ihre rein formale Gültigkeit hin: Syllogistik, klassische Aussagenlogik und klassische Prädikatenlogik erster Stufe im Rahmen „natürlichen Schließens“ (formale Reflexions- und Argumentationskompetenz). Sie sind in der Lage, in eigenen und fremden mündlichen und schriftlichen Beiträgen zu Fragen praktischen und theoretischen Philosophierens die jeweils sie tragende Argumentation in ihrer formalen Struktur zu erkennen und auf ihre Gültigkeit hin zu prüfen (formal-hermeneutische Kompetenz).

Inhalte:

  • Grundlagen der Argumentationslehre
  • Syllogistik
  • Klassische Aussagenlogik (Natürliches Schließen und semantische Bäume)
  • Klassische Prädikatenlogik I Stufe (Natürliches Schließen und semantische Bäume)

Modulabschlussprüfung: Klausur


Basismodul Konzepte der Sozioökonomie (Sozioökonomie) / 1.-2.  Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden lernen grundlegende Fragestellungen, Denkweisen, Konzepte, Begriffe, Theorien und Modelle der Sozioökonomie kennen, könne diese beschreiben, erläutern und vergleichen. Sie lernen die historische Entwicklung der Wirtschaft und der ökonomischen Forschung kennen und können diese beschreiben und erläutern.

können die grundsätzliche Funktionsweise und Institutionen ausgewählter Bereiche der deutschen, europäischen und internationalen Wirtschaftsordnung beschreiben und erläutern

Ökonomisches Denken: Geschichte, Perspektiven und Konzepte / 1. Fachsemester

Die Veranstaltung basiert auf einer kurzen Einführung in die wesentlichen Abschnitte der Wirtschaftsgeschichte und einer dazu korrespondierenden Diskussion zentraler wirtschaftspolitischer Institutionen. Zugleich nutzt sie die Vielfalt der ökonomischen Perspektiven, um historische Prozesse verständlich zu machen und stellt diese theoretischen Perspektiven auch in ihrem jeweiligen historischen Kontext dar. Auf dieser Basis kann schließlich eine reflektierte Diskussion der Entwicklung und des Status Quo der wirtschaftspolitischen Institutionen bzw. der Wirtschaftspolitik im Allgemeinen erfolgen. Im letzten Teil der Veranstaltung soll eine solche Reflexion anhand spezifischer Problemstellungen/Konzepte erprobt werden. Zu diesen gehören beispielsweise: Arbeit; Geld, Kredit und Schulden; Globalisierung; Kapital/Kapitalismus; Konsum/Verbrauch; Markt/Marktwirtschaft; Nachhaltigkeit; Preise; Umwelt; Unternehmen; Verteilung; Wirtschaft.

Die Studierenden

  • werden in grundlegende ökonomische Fragestellungen, Perspektiven und Konzepte eingeführt und können diese beschreiben, erläutern und vergleichen.
  • lernen die historische Entwicklung und Struktur moderner Volkswirtschaften und ihre Einbettung in eine internationale Wirtschaftsordnung in Grundzügen kennen und können diese darstellen.
  • können die Institutionen ausgewählter Bereiche der deutschen, europäischen und internationalen Wirtschaftsordnung beschreiben und erläutern

Studienleistung: Portfolio

Plurale Ökonomik / 2. Fachsemester

Das Ziel des Seminars ist, ein grundlegendes Verständnis für die Existenz, zentralen Argumente und gesellschaftliche Rolle unterschiedlicher theoretischer Schulen innerhalb der Ökonomie zu gewinnen. In diesem Kontext sollen die wesentlichen Entwicklungslinien der betrachteten Theorieschulen nachgezeichnet werden, um nachvollziehbar zu machen, auf welchen historischen und politischen Kontextbedingungen die Vielfalt ökonomischer Theorieansätze fußt. Durch die direkte Auseinandersetzung mit den Argumenten und Konzepten ökonomischer Klassiker soll ersichtlich werden, wie ökonomische Diskurse mit allgemeinen Entwicklungen in der Wirtschafts- und Geistesgeschichte zusammenhängen, wodurch auch zentrale Verbindungslinien zwischen den drei Teilgebieten Philosophie, Politikwissenschaft und Sozioökonomie transparent werden. Zugleich soll eine Schwerpunktsetzung auf jüngere Entwicklungen der Ökonomie eine Anschlussfähigkeit der Lehrinhalte an kontemporäre akademische und wirtschaftspolitische Debatten sicherstellen.

Die Studierenden...

  • erhalten einen grundlegenden Überblick über die Geschichte des ökonomischen Denkens und der Pluralen Ökonomik.
  • können Bezüge zwischen der Entwicklung ökonomischer Ideen und deren Rolle in politischen Kontexten und Debatten einordnen
  • lernen unterschiedliche Theorieschulen der Ökonomie kennen und werden mit der Grundidee einer pluralen Herangehensweise an Theorienvielfalt vertraut gemacht

Prüfungsleistung: Die Form der Prüfungsleistung wird zu Beginn der Veranstaltung durch die Lehrperson bekannt gegeben

Basismodul Methoden (Politikwissenschaft) / 1.-2. Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden lernen Methoden der qualitativen und quantitativen empirischen Politikwissenschaft kennen, die sie befähigen, passiv empirische Arbeiten Dritten kritisch zu bewerten, aber auch aktiv eigene Datenerhebungen durchzuführen, auszuwerten und zu interpretieren. Sie lernen dabei die Vielfalt von Forschungsdesigns, Erhebungs- und Auswertungsverfahren kennen. Sie kennen die Angemessenheit der Methode und Verfahren für konkrete Forschungsfragen und sind in der Lage diese in kleineren eigenen Forschungsarbeiten einzusetzen. Dies reicht von qualitativen Interviews über die statistische Auswertung von Primär- und Sekundärdaten bis hin etwa zu Online-Experimenten.

  • Ziel und Funktion der empirischen Sozialforschung
  • Wissenschaftstheoretische Aspekte der empirischen Sozialforschung
  • Forschungsprozess und Forschungsdesigns
  • Auswahlverfahren und Stichprobendesigns
  • Quantitative und qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung, Verfahren der statistischen Datenanalyse

Methoden der empirischen Sozialforschung / 1. Fachsemester

Inhaltlich beschäftigt sich die Veranstaltung mit den Grundlagen empirischer Sozialwissenschaft (der systematischen Analyse sozialer, beobachtbarer Realität), vielen Erhebungstechniken in der Politikwissenschaft sowie einigen qualitativen Analyseverfahren.

  • Forschungsfragen und Hypothesen
  • Induktivismus, Deduktivismus und Falsifikationismus
  • Theoretische Forschungsansätze in der empirischen Politikwissenschaft
  • Messskalen
  • Kriterien der Messgüte: Objektivität, Reliabilität, Validität
  • Logik der Fallauswahl
  • Fallstudien
  • Kritischer Umgang mit Forschungsergebnissen
  • Forschungsethik und Verantwortung als Wissenschaftler:in
  • Interviews
  • Qualitative Auswertungsverfahren
  • Inhaltsanalyse
  • Erhebung und Aufbereitung von Individual- und Aggregatdaten
  • Replizierbarkeit von Analysen
  • Beobachtung
  • Gruppendiskussion
  • Experiment
  • Qualitative Comparative Analysis nach Charles Ragin
  • Gemischte-Methoden-Ansätze

Die Studierenden verstehen die Grundlagen der empirischen Sozialforschung und Bedeutung von Daten für die Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnis. Sie sind in der Lage, Qualitätsstandards, Forschungsfragen und Hypothesen, Messverfahren und Erhebungstechniken zu erkennen, zu unterscheiden und anzuwenden. Sie hinterfragen empirische Befunde kritisch und wissen, wo sie leicht zugängliche Daten für empirische Studien sowie Literatur zur Vertiefung ihres Methodenwissens finden können

Studienleistung: Lektüre, aktive Teilnahme in den Tutorien

Prüfungsleistung: Klausur. Diese geht zu 50% in die Modulnote ein. Es besteht die Möglichkeit, über eine freiwillige Projektarbeit Zusatzpunkte zu erzielen, die bei der Bewertung der Modulteilnote berücksichtigt werden

Statistik / 2. Fachsemester

Die Studierenden werden mit folgenden Inhalten vertraut gemacht:

  • wie wir Variablen einzeln beschreiben (univariate Statistik);
  • bivariate Zusammenhänge (zwischen zwei Variablen);
  • Grundlagen der Inferenzstatistik (wie wir von einer Stichprobe auf eine Grundgesamtheit schließen);
  • inferenzstatistische Hypothesenprüfung I (wie wir eine numerische Hypothese nur mit einer Stichprobe testen), Signifikanztests (wie sicher wir sein können, dass eine Schätzung einen bestimmten Wert hat), Vertrauensintervalle (wo die Grenzen eines bestimmten Wahrscheinlichkeitsintervalls liegen, in dem der Populationswert liegt);
  • bivariate Zusammenhänge kategorialer (d.h. nicht-metrischer) Variablen und ihre inferenzstatistischen Tests, Vierfelder-Tabellen;
  • Mehrfelder-Tabellen, bivariate Zusammenhänge metrischer Variablen und ihre inferenzstatistischen Tests;
  • multiple OLS-Regression (wie wir den Einfluss mehrerer Variablen auf eine abhängige Variable schätzen);
  • Datenreduktion metrischer Variablen mithilfe der Hauptkomponentenanalyse (Darstellung vieler Variablen mit wenigen Maßzahlen);
  • Verständnis, kritischer Umgang und Replikation bestehender „Analysen“

Die Studierenden verstehen die Grundlagen der deskriptiven und inferenzstatistischen Datenanalyse. Sie können statistische Maßzahlen berechnen, Hypothesen überprüfen, numerische Evidenz, Regressionsergebnisse und einfache statistische Analysen verstehen, erläutern und kritisch bewerten. Sie führen mithilfe einer syntaxbasierten statischen Analysesoftware selbst statistische Berechnungen und Visualisierungen durch. Sie kennen wichtige quantitative Datenquellen für politikwissenschaftliche Sekundäranalysen und Standardnachschlagewerke und können Zahlen und Statistiken aus der Politik kritisch diskutieren.

Studienleistung: Lektüre, aktive Teilnahme in den Tutorien

Prüfungsleistung: Klausur. Diese geht zu 50% in die Modulnote ein. Es besteht die Möglichkeit, über eine freiwillige Projektarbeit Zusatzpunkte zu erzielen, die bei der Bewertung der Modulteilnote berücksichtigt werden.

Basismodul Theoretische Philosophie / 2. Fachsemester

Kompetenzziele: Studierende besitzen einen Überblick über Positionen und Probleme der Theoretischen Philosophie in Geschichte und Gegenwart. Sie kennen die Grundlagen und die zentralen Fragestellungen der Erkenntnistheorie, der Wissenschaftstheorie, der Philosophie des Geistes, der Metaphysik und der Philosophie der Person, sie sind fähig, die wichtigsten Antworten auf diese Fragen nachzuvollziehen, und können diese Antworten ihren wichtigsten historischen Vertretern zuordnen (basale Sachkompetenz). Die Studierenden sind fähig, die zentralen Begriffe der Theoretischen Philosophie anzuwenden (grundlegende Begriffskompetenz) und Sie sind in der Lage, die erkenntnistheoretischen Fragen nach Ursprung und Rechtfertigung, nach der sprachlichen Verfasstheit, nach den verschiedenen Arten sowie nach Grenzen unseres Wissens historisch wie systematisch zu reflektieren

Prüfungsleistung: Klausur (Modulabschlussprüfung)

Einführung in die Theoretische Philosophie

Inhalte: Präsentation und Erörterung von Grundbegriffen und zentralen Themen der Theoretischen Philosophie, insbesondere der Erkenntnistheorie, Ontologie/Metaphysik, Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie, Philosophie des Geistes und Philosophischen Anthropologie, sowie der wichtigsten historischen Entwicklungen in diesen Bereichen

Prüfungsleistung: Modulabschlussprüfung (s.o.)

Einführung in die Erkenntnistheorie

Inhalte: Zentrale erkenntnistheoretische Positionen von der Antike bis zur Gegenwart (etwa

Empirismus/Rationalismus, Naturalismus/Antinaturalismus)

Prüfungsleistung: Modulabschlussprüfung (s.o.)

Basismodul Praktische Philosophie / 2. Fachsemester

Kompetenzziele:  Studierende kennen die Grundlagen und die zentralen Fragestellungen der Handlungstheorie, der Metaethik, der normativen Ethik, der angewandten Ethik, der Rechtsphilosophie und der politischen Philosophie, sie sind fähig, die wichtigsten Antworten auf diese Fragen nachzuvollziehen, und sie können diese Antworten ihren wichtigsten historischen Vertretern zuordnen (basale Sachkompetenz). Sie sind in der Lage, die ethischen Fragen nach der Existenzweise von Werten und Normen, nach dem Verständnis moralischer Urteile sowie nach der Begründung moralischer Normen historisch wie systematisch zu reflektieren (grundlegende Reflexionskompetenz). Sie sind fähig, die zentralen Begriffe der praktischen Philosophie anzuwenden (grundlegende Begriffskompetenz).

Prüfungsleistung: Klausur (Modulabschlussprüfung)

Einführung in die Praktische Philosophie I: Normative Ethik und Metaethik

Inhalte: Grundfragen der Metaethik, etwa: Was sind Werte und Normen? Hauptfragen der Normativen Ethik, etwa: Was sind die Kriterien richtigen Handelns?

Prüfungsleistung: Modulabschlussprüfung (s.o.)

Einführung in die Praktische Philosophie II: Angewandte Ethik, Politische Philosophie, Rechtsphilosophie, Handlungstheorie

Inhalte: Präsentation und Erörterung von Grundbegriffen und zentralen Themen der Praktischen Philosophie und Anwendungsfragen der Praktischen Philosophie sowie der wichtigsten historischen Entwicklungen in diesen Bereichen.

Prüfungsleistung: Modulabschlussprüfung (s.o.)

Basismodul Politik I: Internationale Beziehungen und Politische Theorie / 2. Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden verorten politische und politikwissenschaftliche Fragestellungen erfolgreich in den einschlägigen politikwissenschaftlichen Teilfächern der Politischen Theorie und der Internationalen Beziehungen. Sie beziehen aus der Verortung Orientierung zur Bearbeitung dieser Fragestellungen. Sie sind in der Lage einschlägige politikwissenschaftliche Fragestellungen, Konzepte und Theorien grundlegend zu erläutern, zu vergleichen, anzuwenden und zu beurteilen. Grundlegende wissenschaftliche Arbeitstechniken des wissenschaftlichen Lesens, Schreibens und Präsentierens sind bekannt und werden systematisch angewendet.

Prüfungsleistung: Klausur mit jeweils einem Teil zu Einführung in die Politische Theorie und Einführung in die internationalen Beziehungen. Pro Teil stehen 60 Minuten Zeit für die Bearbeitung einer vorgegebenen Frage in Aufsatzform (Essay) zur Verfügung. Die Klausur ist insgesamt bestanden, wenn beide Teile jeweils bestanden sind.

Einführung in die Politische Theorie

Die Studierenden erhalten sowohl eine systematisierende Überblicks- als auch eine vertiefende Perspektive auf das Gebiet der Politischen Theorie (PT) einschließlich ihrer Ideengeschichte. Im Fokus steht das Denken über das Politische, das in seiner Pluralität anhand größerer Theoriestränge und -schulen nachvollzogen, kontextualisiert und in Bezug auf aktuelle gesellschaftstheoretische Problemstellungen unter analytischen, systematischen und normativ-kritischen Gesichtspunkten erläutert wird. Die einschlägigen Theorieansätze der PT, u.a. liberale, republikanische, deliberative und radikaldemokratische Theorien sowie Rational Choice Theorie, Kritische Theorie und neuere kritische Theorien wie feministische/intersektionale, postkolonialistische und poststrukturalistische Ansätze werden anhand zentraler Begriffe des politischen Denkens vorgestellt und hinsichtlich ihrer wechselseitigen Bezugnahmen und Abgrenzungen kritisch beleuchtet

Die Studierenden lernen, zentrale normative Forschungsansätze der PT, insbesondere der zeitgenössischen Demokratietheorie, der Theorien politischer Gerechtigkeit und der Gesellschaftstheorie miteinander zu vergleichen, sie in ihrer diskursiven Vielfalt zu erfassen und sie historisch und systematisch einzuordnen.

Prüfungsleistung: Modulabschlussprüfung (s.o.)

Einführung in die internationalen Beziehungen

Das Seminar führt in die politikwissenschaftliche Teildisziplin der Internationalen Beziehungen ein. Behandelt werden:

  • Grundlegende Begriffe und Konzepte der Internationalen Beziehungen
  • Theorien der Internationalen Beziehungen und Außenpolitik
  • Historische Entwicklung des internationalen Staatensystems und der Globalisierung
  • Kritische Anwendung von Theorien auf ausgewählte empirische Phänomene wie die regionale und globale Sicherheitsarchitektur, internationaler Menschenrechtsschutz, die europäische Integration oder globale Nord-Süd-Beziehungen

Im Zuge der Auseinandersetzung mit den Inhalten und der Einforderung von nicht bewerteten Studienleistungen in Form von kurzen Essays und Präsentationen werden den Studierenden Arbeitstechniken des wissenschaftlichen Lesens, Schreibens und Präsentierens vermittelt.

Die Studierenden kennen und verwenden grundlegende Begriffe, Konzepte und Theorien der Internationalen Beziehungen und der Außenpolitikforschung zur Beschreibung und Erklärung zentraler Problemfelder internationaler und globaler Politik. Sie können auf dieser Grundlage selbstständig begründete Urteile zu unterschiedlichen Aspekten der europäischen, internationalen und globalen Politik fällen und reflektiert verteidigen.  Die Studierenden beherrschen erste grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens (wissenschaftliches Lesen, Schreiben und Präsentieren) und wenden diese systematisch an.

Prüfungsleistung: Modulabschlussprüfung (s.o.)

Basismodul Politik II: Politische Systeme und Vergleichende Politikwissenschaft / 3. Fachsemester

Das Grundlagenmodul umfasst zwei zentrale Teilgebiete der Politikwissenschaft. Die Studierenden kennen grundlegende politikwissenschaftliche Fragestellungen der politischen Systemlehre und des Vergleichs. Sie können Konzepte der Systemanalyse und der vergleichenden Politikwissenschaft nennen, zuordnen und erläutern. Sie verfügen über Anwendungskompetenzen und eigenständige Urteilsfähigkeit.

Techniken wissenschaftlichen Arbeitens werden sicher angewendet. Hierzu zählen vor allem die Recherche wissenschaftlicher Literatur, das Verfassen wissenschaftlicher Texte, die korrekte Zitation fremder Schriften, Präsentationstechniken und der mündliche wissenschaftliche Vortrag.

Vergleichende Politikwissenschaft

Demokratien und Autokratien werden als grundlegende Herrschaftsformen theoretisch unterschieden und ihre Erscheinungsformen empirisch vertieft. Die Ausprägungen des dreidimensionalen Politikbegriffs werden am Beispiel von Demokratien mithilfe einer Differenzierung verschiedener Demokratietypen genauer betrachtet. Dazu werden konstitutive, prozessuale und inhaltliche Aspekte von Politik theoretisch-konzeptionell behandelt und anschließend empirisch angewendet, um Systemtypen, politische Prozesse, Akteure und Politikfelder zu erschließen, einzuordnen und in ihrer Performanz bewerten zu können.

Die Studierenden verfügen über grundlegende Kenntnisse der vergleichenden Politikwissenschaft. Sie können verschiedene Herrschaftsformen unterscheiden, insbesondere Demokratien von Autokratien. Sie bestimmen politische Systemtypen anhand von theoretischen Merkmalen und können Funktionslogiken empirisch beschreiben.

Prüfungsleistung: 60-minütiges Take-Home-Essay

Einführung in die Politische Systemlehre

Die Vermittlung der Grundzüge des politischen Systems Deutschlands und der EU stehen im Zentrum der Lehrveranstaltung. Dazu werden politische Institutionen sowie einzelne Politikfelder im nationalen und im EU-Kontext vertiefend behandelt und Dependenzen im Mehrebenensystem aufgezeigt. Relevante individuelle und kollektive Akteure des deutschen Regierungssystems werden in Hinblick auf ihre Funktionen und Kompetenzen eingeordnet und von anderen Instanzen im politischen System abgegrenzt. Aktuelle politische Debatten und Diskurse werden zur Anwendung herangezogen, um die Urteilsfähigkeit der Studierenden zu fördern.

Die Studierenden kennen sowohl das politische System Deutschlands als auch die politische Architektur der Europäischen Union. Sie können politische Institutionen auf beiden Ebenen unterscheiden, Aufgaben der Organe beschreiben und ihr Zusammenwirken erläutern. Sie verfügen über Kenntnisse zu Prozessen der politischen Meinungs- und Willensbildung sowie Entscheidungsfindung im deutschen Kontext ebenso, wie auf EU-Ebene. Sie können aktuelle politische Debatten und Diskurse im nationalen und supranationalen Kontext einordnen und bewerten.

Prüfungsleistung: 60-minütiges Take-Home-Essay

Basismodul Gesamtwirtschaftliche Analyse (Sozioökonomie) / 3. Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für eine makroökonomische Betrachtung ökonomischer Zusammenhänge, erlernen Grundlagen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, lernen konkurrierende makroökonomische Denkrichtungen und Methoden kennen, insbesondere neoklassische und keynesianische Paradigmen und lernen den Umgang mit einfachen makroökonomischen Modellen. Sie lernen, wirtschaftspolitische Argumente und Standpunkte konkurrierenden wirtschaftswissenschaftlichen Paradigmen zuzuordnen und sie lernen den Umgang mit gesamtwirtschaftlichen Daten. Sie können wirtschaftspolitische Zielgrößen, Konzeptionen, Bereiche und Instrumente beschreiben und vergleichen und Grundlagen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion beschreiben.

Gesamtwirtschaftliche Analyse

Die Vorlesung führt in grundlegende makroökonomische Phänomene, Konzepte und Theorien ein. Dabei werden sowohl neoklassische als auch keynesianische Ansätze berücksichtigt. Neben einer Einführung in die volkwirtschaftliche Gesamtrechnung, das einfache keynesianische Modell und das Neue Konsensmodell wird u. a. die Rolle von Geld- und Fiskalpolitik sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise 2007ff. thematisiert. Darüber hinaus werden Zielgrößen, Konzeptionen, Bereiche und Instrumente der Wirtschaftspolitik und Grundlagen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion diskutiert.

Prüfungsleistung: Klausur

Aufbaumodul Praktische Philosophie / 3.-4.  Fachsemester

Kompetenzziele:  Die Studierenden kennen die Grundlagen und die zentralen Fragestellungen in der Praktischen Philosophie und die systematischen Problemstellungen und philosophiehistorischen Grundlagen der Politischen, Rechts- und Sozialphilosophie sowie der normativen Ethik (erweiterte Sachkompetenz). Sie können unterschiedliche Problemlösungsansätze qualifiziert einordnen und beurteilen (erweiterte hermeneutische Kompetenz). Sie sind weiterhin in der Lage, mit dem semantischen Feld von Grundbegriffen der Politischen, Rechts- und Sozialphilosophie sowie der normativen Ethik eigenständig umzugehen, damit zusammenhängende Problemstellungen zu identifizieren und ihre Überlegungen angemessen schriftlich zu präsentieren (erweiterte Begriffs-, Argumentations- und Präsentationskompetenzen). Sie sind schließlich auch in der Lage, alltagspraktische Themen wie Freundschaft, Liebe, Glück und Technik einer philosophisch-ethischen Analyse zu unterziehen.

Studienleistung: Klausur zur LV I Vorlesung Politische, Rechts- und Sozialphilosophie

Modulabschlussprüfung: Hausarbeit in LV III / Seminar Politische, Rechts- und Sozialphilosophie

Politische, Rechts- und Sozialphilosophie / 3. Fachsemester

Inhalte: Historische Grundmodelle der politischen Philosophie (Aristoteles, Hobbes, Locke, Rousseau, Kant); Moderne politisch-philosophische Konzepte (Rawls, Nozick, Kommunitarismus)

Studienleistung: Klausur (unbenotet)

Aufbaukurs Normative Ethik / 3. Fachsemester

Inhalte: Normen, Werte und deren Begründung; Tugendethik; Vertragstheorie; Kantianismus; Utilitarismus

Seminar Praktische Philosophie / 4. Fachsemester

Inhalte:

  • Seminar Metaethik: Normative und evaluative Sätze; Intuitionismus; Emotivismus Irrtumstheorie; Präskriptivismus; Rationalismus.
  • Seminar Angewandte Ethik: Prinzipien und deren Anwendung: Medizinethik, Umweltethik, Technikphilosophie.
  • Seminar zur Pol. Soz.philosophie: Staat und Gesellschaft; Kollektive Intentionalität; Menschenrechte; Legitimität von Gesetzen; Straftheorien.

Prüfungsleistung: Hausarbeit (Modulabschlussprüfung)

Aufbaumodul PPE: Interdisziplinäre Perspektiven auf ausgewählte gesellschaftspolitische Themen (interdisziplinär) / 3.-4. Fachsemester

PPE I & PPE II

Themen wie Migration und Integration, Globale Krisen, die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit sowie Gerechtigkeit und soziale Ungleichheit stellen aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen dar. Im Seminar soll ein Themenkomplex aus mindestens zwei interdisziplinären Perspektiven (z.B. Ökonomie und Politik, Philosophie und Ökonomie oder Politik und Philosophie) analysiert werden. Dabei steht auch die Frage im Zentrum, inwieweit eine interdisziplinäre Sicht einzelwissenschaftliche Analysen bereichern können. Studierende wenden die Inhalte und Methoden im Rahmen von Gruppenarbeiten und der Bearbeitung ihrer Prüfungsleistung an.

Die Studierenden lernen im Seminar die in Grundlagenmodul erworbenen Inhalte und Methoden aus Philosophie, Politikwissenschaft und Ökonomie anhand ausgewählter Fragestellungen anzuwenden. Das Seminar befähigt die Studierenden zur Analyse selbstgewählter Fragestellungen mit interdisziplinären Theorien und Methoden aus Philosophie, Politikwissenschaft und Ökonomik

Prüfungsleistung: Portfolio oder Hausarbeit (wird zu Beginn der Veranstaltung durch die Lehrenden bekannt gegeben)

Basismodul Wirtschafts- & Sozialpolitik / 3.-4. Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden erhalten einen Überblick über aktuelle wirtschafts- und sozialpolitische Fragestellungen, lernen, die theoretischen Grundlagen der Modulteile „Einführung in die Makroökonomik“ und „Einführung in die Mikroökonomik“ auf aktuelle Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik anzuwenden Sie lernen, wirtschafts- und sozialpolitische Standpunkte unterschiedlichen ökonomischen Denkmustern und gesellschaftlichen Interessengruppen zuzuordnen und eigene, ökonomisch begründete Vorstellungen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik zu entwickeln und ökonomisch kompetent darstellen zu können.

Wahlseminar Sozioökonomie / 3. Fachsemester

Die Studierenden lernen in Seminaren zu wechselnden Schwerpunktthemen (u. a. ökonomische Ungleichheit, Nachhaltigkeit und Globalisierung) aktuelle Fragestellungen, Herausforderungen sowie Lösungsmöglichkeiten der Wirtschafts- und Sozialpolitik vor dem Hintergrund verschiedener Denkschulen der Ökonomik kennen.

Prüfungsleistung: Portfolio oder Hausarbeit (wird zu Beginn der Veranstaltung durch die Lehrenden bekannt gegeben)

Wirtschafts- und Sozialpolitik / 4. Fachsemester

Im Seminar werden ausgewählte Themenfelder und Kontroversen aus dem Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik behandelt: Hierzu gehören u. a. Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007ff.; Ursachen und Verlauf der Eurokrise seit 2010; ökonomische Folgen der Globalisierung; Wirtschaftsordnung und staatliche Eingriffe; Ursachen und Folgen von Staatsverschuldung sowie wirtschaftspolitische Implikationen verhaltensökonomischer Forschung; Globalisierung, Nationalstaat und Demokratie; Wirtschaftsordnung und staatliche Eingriffe; Arbeitsmarktpolitik; Verteilungspolitik; Rentenpolitik; Grenzen des Wachstums

Studienleistung: Portfolio

Methodenanwendung in Praxisfeldern I & II

Um den politikwissenschaftlichen Forschungsprozess nachvollziehbar zu gestalten, hat die Seminargruppe den Charakter eines kleinen empirischen Projekts in dessen Rahmen exemplarisch ein inhaltliches Thema mit stark empirischem Zugang bearbeitet wird. Das Veranstaltungsspektrum reicht somit von der Durchführung eines stark von den Studierenden mitbestimmten Lehrforschungsprojektes, über die Beteiligung an einem laufenden Forschungsprojekt bis zur Durchführung eigener Forschungsaktivitäten im Praxiskontext.

In dieser Veranstaltung steht die Erprobung der praktischen Anwendung der quantitativen und qualitativen Analyseverfahren im Vordergrund. Dies geht einher mit der Vertiefung der Kenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen dieser Verfahren. Anhand eines konkreten Fall- oder Anwendungsbeispiels aus einem Teilbereich der Politikwissenschaft wird die Fähigkeit gefördert, Gegenstand und Methode bzw. Theorie und Empirie angemessen aufeinander abzustimmen. Dies wird insbesondere durch eine intensive Auseinandersetzung mit Problemen der Datengenerierung, der Datenanalyse und Datenpräsentation gefördert

Im Einzelnen befassen sich die Studierenden im Rahmen des Lehrforschungsprojekts mit:

  • Der inhaltlichen Vertiefung in eine ausgewählte Methode der empirischen Politikwissenschaft.
  • Der exemplarischen Erforschung eines Praxisfeldes der Politikwissenschaft.
  • Fragen der praktischen Anwendung quantitativer oder qualitativer Analyseverfahren einschließlich ihrer Grenzen
  • Problemen der Datengenerierung, Datenanalyse und Datenpräsentation
  • Möglichkeiten und Methoden zur Steuerung, Koordination und Umsetzung eines kollaborativen Projekts mit digitalen Werkzeugen und Techniken der Steuerung, Kommunikation und Zusammenarbeit in der Projektdurchführung und Ergebnissicherung.

Die Studierenden verfügen über vertiefte Kenntnisse und ein kritisches Verständnis zu einer ausgewählten quantitativen oder qualitativen Forschungsmethode. Sie nutzen diese Methode eigenständig, um konkrete Problemstellungen in politikwissenschaftlichen Praxisfeldern zu lösen und können die Relevanz, Plausibilität und Grenzen der Methode am praktischen Beispiel erklären. Sie bringen eigene Beiträge zu anwendungsbezogenen Forschungsprojekten ein und tragen zum Erfolg des Gesamtprojekts bei. Sie stimmen sich eigenständig ab und organisieren sich in Arbeitsgruppen und Teams. Sie verstehen und nutzen digitale Tools für das Projektmanagement, für die Kommunikation und Abstimmung untereinander sowie für die Umsetzung kollaborativer Arbeitsprozesse

Prüfungsleistung: Forschungsbericht in Teil 2


Wahlpflicht Aufbaumodul Politikwissenschaft 3/5/7 - 4. Fachsemester

Es ist eines der folgenden drei Aufbaumodule (3/5/7) zu absolvieren!

Aufbaumodul 3: Vergleichende Analyse politischer Systeme und Kulturen / 4. Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden lernen im vorliegenden Modul die methodischen und inhaltlichen Instrumente des Vergleichs politischer Systeme kennen und anzuwenden. Sie erhalten Kenntnisse über Vergleichsperspektiven in den Bereichen polity, politics und policy und lernen diese in verschiedenen Zusammenhängen zu verstehen und zu deuten. Dabei werden den Studierenden ein vertieftes Verständnis der Verschränkungen von institutionellen, politisch-kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen und die Bedeutung systematischer Vergleiche vermittelt. Die Studierenden lernen zu erkennen, dass politisches Handeln in unterschiedlichen institutionellen und kulturellen Kontexten stattfindet und unterschiedliche Entwicklungen nehmen kann. Behandelt werden Entwicklungen hin zu demokratischen politischen Systemen, die Regression von Demokratien sowie Entwicklungen innerhalb der Gruppe der demokratischen oder der autokratischen politischen Systeme. Darüber hinaus werden Inhalte aus der vergleichenden politischen Soziologie (Einstellungsforschung, Vorurteilsforschung, Rassismusforschung) vermittelt

Prüfungsleistung: Referat (20%) und Hausarbeit (80%) im Seminar; auch über die Inhalte der Vorlesung

Vorlesung: Konzepte und Modelle der Vergleichenden Politikwissenschaft: Politische Systeme und Kulturen im Vergleich

Die Veranstaltung vermittelt grundlegende Kenntnisse der Methoden und der Dimensionen des Vergleichs politischer Systeme und Kulturen. Dies umfasst die Betrachtung von Regimetypen und Demokratieformen, Transformationen zur Demokratie und Autokratie, Typologien von Regierungsformen, soziopolitischer Konfliktlinien, intermediärer Institutionen, Prozessen politischer Partizipation sowie von Typologien politischer Kulturen

Studienleistung: Lektüre

Prüfungsleistung: Die Vorlesungsinhalte werden im Rahmen der im Seminar zu erbringenden Leistungen abgeprüft

Politische Systeme im Vergleich (Wahlseminar)

Die Veranstaltung vertieft den Stoff der eher theoretisch-konzeptionell angelegten Vorlesung an ausgewählten Themenbereichen der vergleichenden Politikwissenschaft. Durch den Vergleich verschiedener politischer Systeme erlernen die Studierenden die Besonderheiten wie auch Ähnlichkeiten politischer Regime, Regierungsformen und politischer Kulturen. Dies umfasst unter anderem die Bestimmung der demokratischen Qualität politischer Systeme, das Verhältnis zwischen Bürger:innen und Staat (politische Kultur) oder aber auch die Auswirkungen globaler Entwicklungen auf die Konfigurationen politischer Systeme. Zu den Themenbereichen gehören: Demokratieforschung und Demokratiemessung, Aufarbeitung von Unrechtsregimen (Transitional Justice), Vergleichende politische Soziologie: z.B.  Inhalte aus der Einstellungsforschung, Vorurteils- und Rassismusforschung (u.a. am Beispiel von Antiziganismus, Islam- und Moslemfeindlichkeit, Antisemitismus) vermittelt. Im Seminar wird Wert auf die Vermittlung der Anwendung systematischer Vergleichsanlagen gelegt.

Die Studierenden lernen im Seminar die in der Vorlesung erworbenen methodischen und inhaltlichen Instrumente des Vergleiches politischer Systeme anhand ausgewählter Fragestellungen anzuwenden. Sie erlernen beispielhaft die Untersuchung politischer Institutionen und politischer Kulturen in einer systematisch vergleichenden Perspektive und unter Nutzung geeigneten empirischen Materials. Das Seminar befähigt die Studierenden zur Analyse selbstgewählter vergleichender Fragestellungen

Studienleistung: regelmäßige Teilnahme und Lektüre

Prüfungsleistung: Mündliche Präsentation (20%) und Hausarbeit (80% der Gesamtnote) auch über die Inhalte der Vorlesung

Aufbaumodul 5: Politiktheorien der modernen Gesellschaft / 4. Fachsemester

Kompetenzziele: Die Studierenden kennen zentrale Ansätze der ideengeschichtlichen und zeitgenössischen Demokratie-, Governance- und Gouvernementalitätstheorien. Sie reflektieren die für die Politische Theorie einschlägigen Begriffe und Konzepte von Demokratie, Governance und Gouvernementalität und werden in die Lage versetzt, Politiktheorien in Bezug zu (auch globalen) politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen einzuordnen

Prüfungsleistung: LV I: Klausur (90 Min.) bzw. Alternative aus dem Set an Modulprüfungen, die zu Beginn der Veranstaltung angegeben wird; LV II: Mündliche Präsentation und Hausarbeit (15 S.) bzw. Alternative aus dem Set an Modulprüfungen, die zu Beginn der Veranstaltung angegeben wird

Vorlesung: Demokratie, Governance, Gouvernementalität. Theorien und Diskurse

Die Vorlesung vermittelt die politiktheoretischen Diskurse über und die kontroversen Debatten um den sowohl weit verbreiteten als auch unklaren und nicht zuletzt umstrittenen Begriff der Governance sowie die Debatten um Ansätze von Gouvernementalität. Die behandelten theoretischen Ansätze werden ideengeschichtlich hergeleitet und demokratietheoretisch eingeordnet und kritisch diskutiert.

Die Studierenden erhalten aus politiktheoretischer Perspektive eine Überblicksdarstellung der Theorien und Diskursen über die Potentiale und Grenzen politischer Steuerung und Governance in Gegenwartsgesellschaften sowie im globalen Kontext. Sie lernen Konzepte von Demokratie, Governance und Gouvernementalität zueinander ins Verhältnis zu setzen und die dazugehörigen theoretischen Kontroversen zu reflektieren.

Studienleistung: Lektüre

Prüfungsleistung: Klausur (90 Min.) bzw. Alternative aus dem Set an Modulprüfungen, die zu Beginn der Veranstaltung angegeben wird

Seminar zum Modulthema

Politische und gesellschaftstheoretische Gegenwartsfragen im nationalen, transnationalen und globalen Kontext werden systematisch, zeitdiagnostisch und analytisch behandelt, ggf. ideengeschichtlich eingeordnet und anhand der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen pluralen Politiktheorien kritisch reflektiert

Die Studierenden kennen einschlägige Ansätze der modernen Politik- und Gesellschaftstheorien und sind in der Lage, die Komplexität von systematischen, analytischen und/oder normativen Fragen und Problemstellungen im Kontext politischer Handlungen, Akteur:innen und Institutionen politiktheoretisch zu reflektieren.

Studienleistung: regelmäßige Teilnahme und Lektüre

Prüfungsleistung: Mündliche Präsentation und Hausarbeit (15 S.) bzw. Alternative aus dem Set an Modulprüfungen, die zu Beginn der Veranstaltung angegeben wird.

Bei Blended-Learning-Lehrformaten: Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen mit mündlicher Präsentation und Moderation sowie Online-Übungen, welche mit dem Ergebnis der Vorlesung verrechnet werden.

Aufbaumodul 7: Entwicklungsprobleme und Nord-Süd-Beziehungen / 4. Fachsemester

Die Studierenden erwerben Kenntnisse über die unterschiedlichen Dimensionen der Entwicklungsproblematik und die Strategien ihrer Bearbeitung. Sie werden sensibilisiert für die spezifischen politischen Rahmenbedingungen außerhalb der OECD-Welt und erhalten wesentliche Einblicke in das Politikfeld der Entwicklungspolitik, das geprägt ist durch das Zusammenspiel unterschiedlicher internationaler und nationaler, staatlicher und nicht-staatlicher Akteure im Kontext der Nord-Süd-Beziehungen. Im Rahmen des Moduls erhalten die Studierenden zugleich die Möglichkeit zum Erwerb oder zur Vertiefung regionalspezifischer Kenntnisse über Politik und Entwicklungsprobleme in außereuropäischen Regionen. Hierdurch soll ein besseres Verständnis für die Prägung von Entwicklungsprozessen durch globale Zusammenhänge wie durch lokalspezifische Strukturen und Akteure ermöglicht werden.

Prüfungsleistung: siehe Seminar

Vorlesung: Entwicklungsprobleme und Entwicklungspolitik

Die Vorlesung führt grundlegend ein in die Nord-Süd Dimension des Globalen Regierens und lenkt dabei ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklungspolitik, d.h. die gezielten Anstrengungen des 'Nordens', die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Länder des 'Südens' zu fördern. Internationale Entwicklungspolitik steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt heftiger Debatten, die von Forderungen nach Abschaffung jeglicher Hilfe bis hin zu Hoffnungen in eine Schlüsselrolle von Entwicklungspolitik beim Umbau eines als ungerecht wahrgenommenen internationalen Systems reicht. Zunächst wollen wir uns mit dem Entwicklungsbegriff, der daraus folgenden Klassifizierung von Ländern befassen und klären, inwiefern sich „Norden“ und „Süden“ auch in der Ausprägung spezifischer Formen internationaler Koordination bzw. Organisation manifestieren, und wie sich dies im Zeitverlauf geändert hat. In einem zweiten Schritt wird ein Überblick über die Ziele, Interessen, wechselnden Strategien, sowie den finanziellen Umfang internationaler Entwicklungszusammenarbeit gegeben. Im Mittelpunkt der aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatten steht einerseits das Problem der Wirksamkeit der Leistungen selbst, wie auch die international vereinbarte massive Erhöhung der Hilfsleistungen zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) sowie der Zusammenhang von Sicherheit, Migration und Entwicklung.

Seminar zum Modulthema

Behandelt werden ausgewählte politische, soziale, ökonomische oder ökologische Entwicklungsprobleme bestimmter Regionen (z.B. Sub-Sahara Afrika, Südasien, Südostasien; Lateinamerika, Naher und Mittlerer Osten). Wahlweise können auch nationale oder regionale Entwicklungsstrategien (z.B. im Rahmen regionaler Organisationen), oder die Wechselwirkung zwischen regionalen Entwicklungen und dem internationalen System im Mittelpunkt stehen.

In Ergänzung zur Vorlesung, die sich stärker auf die allgemeine Entwicklungsproblematik und die internationale Entwicklungspolitik konzentriert, wird im Seminar die Kompetenz der Studierenden zur vertieften Analyse und kritischen Reflexion ausgewählter Entwicklungsprobleme, -strategien oder der besonderen Charakteristika ausgewählter regionaler Kontexte trainiert.

Prüfungsleistung (siehe Seminar): Die Modulprüfung kann aus zwei alternativen Formaten bestehen: Entweder wird im Seminar eine mündliche Präsentation erstellt und eine 20-seitige Hausarbeit verfasst, in der das Thema der Hausarbeit mit Themen aus der Vorlesung verknüpft wird, oder es werden im Seminar eine mündliche Präsentation erstellt und 3-5 Kurzessays (mit einem Gesamtumfang von 20 Seiten) zu Fragestellungen aus der Vorlesung und dem Seminar verfasst.

Basismodul Einzelwirtschaftliche Analyse / 4. Fachsemester

Einzelwirtschaftliche Analyse (Vorlesung & Übung)

Die Vorlesung führt in grundlegende Konzepte und Theorien aus dem Bereich der Mikroökonomik ein. Neben dem neoklassischen Handlungsmodell, neoklassischer Haushalts- und Unternehmenstheorie sowie dem Marktmodell werden auch Ergänzungen hierzu aus anderen Perspektiven, insbesondere der Verhaltensökonomik diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Vorlesung liegt im Bereich der Erörterung der Leistungsfähigkeit und Schwächen von Märkten und Marktsystemen sowie der Legitimation staatlichen Handelns in der Wirtschaftspolitik

Kompetenzziele: Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für eine mikroökonomische Betrachtung volkswirtschaftlicher Zusammenhänge, lernen Grundlagen der neoklassischen Haushalts- und Unternehmenstheorie und Grundlagen der Verhaltensökonomik und anderer mikroökonomischer Perspektiven jenseits der Neoklassik kennen. Sie lernen, unterschiedliche Menschenbilder, Akteursmodelle, deren Handlungsmaximen und normative Grundannahmen in der mikroökonomischen Theorie kritisch zu reflektieren und individuelle Entscheidungsprobleme auf unterschiedlichen Märkten (Gütermarkt, Arbeitsmarkt, Kapitalmarkt) strukturiert zu analysieren. Sie können Märkte und Marktprozesse in Modell und Realität beschreiben, Leistungsfähigkeit und Schwächen marktwirtschaftlicher Systeme darstellen und Vor- und Nachteile marktbasierter Lösungen für ökologische Herausforderungen darstellen.

Prüfungsleistung: Klausur


Modulhandbuch und Prüfungsordnung

Beschreibungen zu den einzelnen Modulen finden Sie im Modulhandbuch. Für einen vertieften Einblick in den Studienverlauf können Sie die Prüfungsordnung konsultieren, die einen detaillierten Studienverlaufsplan enthält.

Die Prüfungsordnungen und das Modulhandbuch finden Sie unter Dokumente & Formulare.