9 - Glossar

Aus QM-Handbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aggregierung – Daten, die aus der Statistik oder aus Evaluationsbefragungen gewonnen werden, können auf verschiedenen Ebenen (z. B. Lehrveranstaltung, Studiengang, Lehreinheit, Universität) dargestellt werden. Aggregierung bezeichnet die Zusammenfassung der Daten für die nächsthöhere Ebene.


Akkreditierung – Beurteilung der Qualität eines Studiengangs (Programmakkreditierung) oder des hochschulweiten QM-System (Systemakkreditierung) nach den „geltenden Regeln“. Im nordrheinwestfälischen Hochschulgesetz wird ein Studiengang mit erfolgreicher Akkreditierung zugelassen (s. § 7 HG). Sofern eine Systemakkreditierung erfolgt ist, sind alle Studiengänge zugelassen, die das interne Qualitätssicherungssystem der (Re-)Zertifizierung/(Re-)Akkreditierung erfolgreich durchlaufen haben.


Akteur-Kriterienmatrix – Mit Hilfe der AKM wird sichergestellt, dass sämtliche für die (Re-)Zertifizierung/(Re-)Akkreditierung und wesentliche Änderung eines Studiengangs relevanten Vorgaben (Kriterien des Akkreditierungsrats, Strukturvorgaben, UDE-interne Richtlinien) Berücksichtigung finden. Die AKM dient allen Akteuren als Handreichung, die an der Erstellung und Überprüfung der im Prozess benötigten Dokumente beteiligt sind.


Auslastungsberechnung/Auslastungsprognose – Eine Auslastungsberechnung wird auf Grundlage der geltenden Kapazitätsverordnung jährlich zu Beginn eines Jahres für das jeweils aktuelle Wintersemester vom Dez. HSPL erstellt. Sie gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent der einer Lehreinheit zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen (Lehrangebot) im Betrachtungszeitraum rechnerisch zur Abdeckung des Lehrbedarfs (Nachfrage) genutzt werden. Eine Auslastungsprognose wird vor Einrichtung eines neuen Studiengangs vom Dez. HSPL erstellt. Sie gibt Auskunft darüber, wie hoch die Auslastung der Lehreinheit bei simuliertem Vollbetrieb im neuen Studiengang ceteris paribus wäre.


Campus:Aktuell – Newsletter der UDE-Pressestelle


Campus:Report – Magazin der UDE; herausgegeben von der UDE-Pressestelle


Datenset – eine von der UDE für alle Lehreinheiten jährlich zur Verfügung gestellte Sammlung statistischer Daten und Befragungsergebnisse, die von den Fakultäten zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre genutzt werden kann. Pro Jahr werden die Daten auf Lehreinheitsebene sowie für ausgewählte Studiengänge differenziert nach Geschlecht bereitgestellt.


Diversity Management – eine Managementstrategie, die auf die konsequente Wertschätzung und Nutzung der personellen Vielfalt aller Hochschulmitglieder (Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) setzt. Mit der Einrichtung des bundesweit ersten DiM-Prorektorats möchte die UDE die Studien- und Arbeitsbedingungen ihrer Hochschulmitglieder mit herausragenden Potenzialen, in besonderen familiären Situationen, aus Nichtakademikerfamilien, aus einkommensschwachen Schichten oder mit Migrationshintergrund verbessern.


Drop-out – Studienabbruch


Einzelbericht – im Rahmen der allgemeinen LVB erstellter Auswertungsbericht zu einer einzelnen Lehrveranstaltung; wird den Lehrverantwortlichen nach Erfassung und Auswertung in aufbereiteter Form per E-Mail zur Verfügung gestellt.


Follow-Up – abschließende Verfahrensphase, in der konkrete Maßnahmen aus Erkenntnissen vorangegangener Verfahrensschritte abgeleitet und umgesetzt werden. Follow-Up, kurzfristige – kurzfristige Maßnahmen, die im Rahmen der vertieften Betrachtung auf Studiengangsebene vereinbart werden können und nach erfolgtem Rektoratsbeschluss zur Herstellung der Rechtskonformität zeitnah innerhalb einer neunmonatigen Frist umzusetzen sind (vgl. Auflagen bei Programmakkreditierung).


Gender Mainstreaming – eine langfristige Strategie zur Förderung der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Gender Mainstreaming bedeutet, in alle Planungs- und Entscheidungsprozesse von vornherein die Unterschiedlichkeiten, verschiedenen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern zu beachten und für die Umsetzung der Gleichstellung Verantwortung zu übernehmen.


Institutionelle Evaluation – peer-review-gestütztes Evaluationsverfahren, das alle Fakultäten, Hochschulleitung, Verwaltung, zentrale Einrichtungen und Forschungsprofilschwerpunkte der UDE in einem Turnus von sechs Jahren durchlaufen und das in hochschulinternen ZLV mit dem Rektorat mündet.


Item – Ein Item ist im ursprünglichen Sinn ein Grundelement einer Skala, die z. B. innerhalb eines Fragebogens eingesetzt wird. Inhalt eines Items können Fragen, Aussagen o. Ä. sein, die die Befragten zu einer als Indikator verwendeten Reaktion veranlassen. Allgemein wird Item als Synonym für den Begriff Frage verwendet. Hierbei sind unterschiedliche Fragetypen zu differenzieren. Bei geschlossenen Fragen sind die Antwortoptionen vorgegeben, etwa in der einfachsten Form als Ja/Nein-Frage. Bei Rating-Skalen können sich die Befragten innerhalb eines Merkmalkontinuums für die Ausprägung entscheiden, die ihre subjektive Einschätzung am besten widerspiegelt. Typisch hierfür ist eine Skala mit bspw. fünf Merkmalsausprägungen von 1 „stimme voll und ganz zu“ bis 5 „stimme überhaupt nicht zu“. Darüber hinaus können Befragte gänzlich ohne die Vorgabe von Antwortoptionen in Form von offenen Fragen befragt werden. Diese Antworten werden als offene Nennung bezeichnet, und sie müssen dann für die Datenauswertung zunächst codiert und anschließend in numerische Daten umgewandelt werden.


Mentoring – Die UDE hat ein Mentoring-System etabliert, das Studierenden über den gesamten Studienverlauf eine systematische persönliche Beratung und Betreuung anbietet. Das Mentoring soll zur Steigerung der Studienzufriedenheit, Vermeidung langer Studienzeiten und -abbrüche sowie zur Erhöhung der Absolventinnen- und Absolventenzahlen beitragen.


Peer Review – externe Begutachtung durch fachkundige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen von Evaluierungs- oder Akkreditierungsverfahren.


Profillinie – grafische Aufbereitung von Mittelwerten für die im Fragebogen enthaltenen Skala-Fragen; ist im Standard-Ergebnisbericht der LVB enthalten.


Profillinienvergleich (personalisiert für Lehrende) – Der Profillinienvergleich dient dazu, die Ergebnisse einer individuellen LVB mit den Gesamtergebnissen einer Einheit vergleichen zu können. Beim personalisierten Profillinienvergleich wird ein Dokument erstellt, das erstens die Profillinie der eigenen LVB sowie zweitens die Profillinie der aggregierten Ergebnisse aller im jeweiligen Semester in einer Einheit durchgeführten LVB, die auf dem gleichen Fragebogentyp wie die LVB der eigenen Lehrveranstaltung (z. B. Vorlesung, Seminar, Übung etc.) beruhen, enthält. Der personalisierte Profillinienvergleich wird den Lehrenden nach Abschluss der LVB per E-Mail zur Verfügung gestellt.


Profillinienvergleich (aggregiert für Dekanate) – Der Profillinienvergleich dient dazu, die Ergebnisse einer individuellen LVB mit den Gesamtergebnissen einer Einheit vergleichen zu können. Beim aggregierten Profillinienvergleich wird pro Einheit und Fragebogentyp ein Dokument erstellt, das sämtliche personalisierten Profillinienvergleiche enthält. Das Dekanat erhält die Profillinienvergleiche für alle zugehörigen Einheiten nach Abschluss der LVB.


Qualitätsbericht – An der UDE sind die Dekane verpflichtet, jährlich zu bestimmten Daten (personelle/sächliche Ausstattung, Studierendenstatistik und Evaluationsergebnisse) im Rahmen eines standardisierten Qualitätsberichts zur Lehreinheit bzw. zu ausgewählten Studiengängen Stellung zu nehmen. Der Qualitätsbericht soll u. a. in der Lehreinheit geplante Qualitätsentwicklungsmaßnahmen enthalten und der Dokumentation der Qualitätssicherung dienen (s. a. Kap. 6.2).


Qualitätskonferenz – jährliche Zusammenkunft der Fakultät bzw. Lehreinheit zur Betrachtung der Lehrqualität mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Datensets. Dabei kommen je nach Fakultät unterschiedliche Formate (z. B. Tag der Lehre, erweiterte Fakultätsratssitzung) zum Einsatz (s. a. Kap. 6.2).


Quantifizierung – Ermittlung der Lehrnachfrage eines/einer Studierenden bezogen auf das gesamte Studium in Semesterwochenstunden (Curricularwert); erfolgt anhand des Studienplans und der ministeriellen Vorgaben, insbesondere der Kapazitäts- sowie der Lehrverpflichtungsverordnung; wird benötigt für Auslastungsberechnungen/-prognosen sowie Kapazitätsberechnungen und Zulassungsbeschränkungen (NC). Rohdaten – nicht aufbereitete Daten, die während der LVB an der UDE oder ähnlichen Befragungen generiert und ggf. den Dekanaten zur weiteren Auswertung zur Verfügung gestellt werden.


Screening-Befragung – Vorab-Befragung zur Identifizierung derjenigen Studierenden in bestimmten Modulen/Lehrveranstaltungen, die an einer Befragung, etwa im Rahmen der Modulevaluation oder der Workload-Erhebung, teilnehmen können oder sollen.


Studienverlaufsplan – Empfehlung an die Studierenden für einen sachgerechten Aufbau des Studiums. Weist gemäß Rahmenprüfungsordnungen der UDE aus: die Module und die diesen zugeordneten Lehr-/Lernformen und Prüfungen, die wesentlichen Inhalte und Qualifikationsziele der Module, die Präsenzzeit (lehr-/lernformenbezogen) in SWS, die Credits, die Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen sowie die Prüfungsleistungen.


student life cycle – Phasenmodell des „studentischen Lebenszyklus’“ von Bewerbung und Einschreibung bis zum Studienabschluss und darüber hinaus; ermöglicht die Identifikation von Hindernissen und Problemen, die im Verlauf eines Studiums auftreten können.


SWOT-Analyse – Stärken-Schwächen-Analyse zur Positionsbestimmung und Strategieentwicklung. Die Abkürzung setzt sich aus den Begriffen strengths (Stärken), weaknesses (Schwächen), opportunities (Chancen) und threats (Risiken/Herausforderungen) zusammen.


Workload – studienbezogener Arbeitsaufwand der Studierenden, den sie zur Erreichung der Lernergebnisse einsetzen müssen. Er bezieht sich auf das gesamte Semester (einschließlich vorlesungsfreier Zeit) und umfasst sowohl Präsenz als auch Selbstlernen und die Anfertigung von Studien- und Prüfungsleistungen. Der Workload wird in ECTS-Punkten angegeben, wobei 1 ECTS-Punkt ca. 25-30 Stunden entspricht.


Zertifizierung/Akkreditierung – Nach erfolgter Systemakkreditierung trägt die UDE autonom für die Qualität ihrer Studiengänge Sorge und trifft (Re-)Zertifizierungs-/(Re-)Akkreditierungsentscheidungen eigenverantwortlich. Dem Studiengang werden bei Aussprache der Zertifizierung dieselben Rechte und Qualitätsstandards zuerkannt, die auch einen akkreditierten Studiengang auszeichnen. Die Zertifizierung/Akkreditierung des Studiengangs wird nach Erfüllung der Voraussetzungen auf den Zeitraum von insgesamt sechs Jahren ausgedehnt.


Zeitfenstermodell (im Lehramt) – Modell der Veranstaltungsplanung zur Minimierung von Lehrveranstaltungsüberschneidungen.


Ziele-Module-Matrix – tabellarische Übersicht, in der den Qualifikationszielen des Studiengangs die jeweiligen Module, die der Zielerreichung dienen, zugeordnet werden. Dieses Dokument wird bei der Einrichtung eines Studiengangs erstellt und ermöglicht die rasche Orientierung in Bezug darauf, wie die Module zur Umsetzung des Studiengangkonzepts beitragen.


Ziel- und Leistungsvereinbarung – vertragliche Übereinkunft zwischen der Hochschule und dem MIWF bzw. zwischen der Hochschulleitung und den Fakultäten/zentralen Einrichtungen. Die Vereinbarungen gelten i. d. R. für mehrere Jahre und beinhalten strategische Entwicklungs- und konkrete Leistungsziele sowie Kriterien zur Überprüfung der Zielerreichung.