Dasein

Aus Wiki des Daseins
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Dasein: Für die Definition des Daseins [§1-4] ist das Seiende notwendig. Das Seiende verfügt über verschiedene Seinsmodi – die das Wesen des Seienden kennzeichnen –, wie zum Beispiel über grundlegende Eigenschaften des Fragens (das Hinsehen auf…, Begreifen und Verstehen von…, Wählen und der Zugang zu…). Gefolgert werden kann, dass das Seiende somit die Möglichkeit des Fragens besitzt. Dies kennzeichnet das Seiende wiederum als Dasein aus. D.h. Dasein ist als eine Teilmenge des Seienden zu begreifen. Das Seiende ist jedoch nur Dasein g.d., wenn es über Seinsmodi verfügt. Beispielsweise gehört das durchschnittliche Seinsverständis – als Grundlage für die Möglichkeit der Herstellung der Seinsfrage –, zu seiner Wesensverfassung/zügen. Das Dasein unterscheidet sich von anderen Seienden, weil es ontisch ausgezeichnet ist. Es versteht sich in seinem Sein. Außerdem verfügt es über ein Verhältnis zu diesem Sein und kann deshalb auch die Seinsfrage ausbilden. Dasein= ontologisch Seiendes= ontisch

(Vgl. S. 6ff. und S. 11- 12)


Analytik des Daseins

Was wird untersucht?

In der Analytik des Daseins wird das Dasein als komplette und ursprüngliche Struktur betrachtet. Der Gegenstand der Daseins-Analyse befindet sich in der Welt in ihrer Wirklichkeit, in dem In-der-Welt-sein als Mit- und Selbstsein und in dem In-Sein. (vgl. S. 41) Dieses zu untersuchende Seiende befindet sich innerhalb menschlicher Individuen. In den Seins der Seienden verhalten sich diese Seins zu ihren jeweiligen selbst. Außerdem ist das Seiende des Seins seinem eigenen Sein überantwortet. (vgl. S. 41-42)

Das Wesen des Seienden:

Heidegger unterscheidet zwei Begriffe, die bei der Bestimmung des Wesens beim Seienden und beim Dasein relevant sind. Zum einen essentia und zum anderen existentia. Essentia meint das generelle Vorhandensein von, unter anderem, Phänomenen und existentia meint, dass sich das Sein selbst begreifen kann. Das Wesen des Daseins liegt dabei in seiner Existenz und das Wesen des Seienden liegt in seinem Zu-Sein. (vgl. S. 42)

Das Verhältnis zwischen Seienden und Sein:

Das Dasein ist nie als Exemplar einer Gattung von Seiendem als Vorhandenem im ontologischen Sinne zu verstehen, weil sich das Sein selbst begreifen kann und auf das Seiende bezogen „meins“ ist. Dem Seienden ist sein Sein weder gleichgültig noch ungleichgültig. Das Seiende verhält sich zu seinem Sein als seiner eigensten Möglichkeit und kann sich nur verlieren oder gewinnen, wenn es seinem Wesen zu eigen ist. (vgl. S. 42)

Seinsmodi:

Seinsmodi werden einem Dasein zugeschrieben, welches den Charakter der Jemeinigkeit erfüllt. Jemeinigkeit umfasst dabei die grundlegenden Eigenschaften des menschlichen Daseins. Martin Heidegger bestimmt die beiden Seinsmodi „Eigentlichkeit“ und „Uneigentlichkeit“. Die Eigentlichkeit meint, dass das eigene Sein gefasst werden kann. Die Uneigentlichkeit bestimmt das Dasein in Handlungsräumen wie Angeregtheit, Interessiertheit oder auch Genussfähigkeit. (vgl. S. 43)