Dasein

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'Das Seiende, das wir selbst je sind und das unter anderem die Seinsmöglichkeit des Fragens hat, fassen wir terminologisch als Dasein'[1]

Das Dasein hat zur Seinsfrage einen ausgezeichneten Bezug. Es ist daher im Rahmen einer Analytik des Daseins Ausgangspunkt der 'Fundamentalontologie'

Gehört zu seiner Wesensverfassung, dass es selbst über ein Seinsverständnis verfügt, das in seinem durchschnittlichen Seinsmodus dunkel und undurchsichtig ist.


Inwiefern hat das Dasein Vorrang und mit welchem Argument wird dies von Heidegger 'erwiesen'

Die Weisen des Vorrangs hier gut zusammengefasst:

Das Dasein hat sonach einen mehrfachen Vorrang vor allem anderen Seienden. Der erste Vorrang ist ein ontischer: dieses Seiende ist in seinem Sein durch Existenz bestimmt. Der zweite Vorrang ist ein ontologischer: Dasein ist auf dem Grunde seiner Existenzbestimmtheit an ihm selbst >>ontologisch<<. Dem Dasein gehört nun aber gleichursprünglich -- als Konstituens des Existenzverständnisses -- zu: ein Verstehen des Seins alles nicht daseinsmäßigen Seienden. Das Dasein hat daher den dritten Vorrang als ontisch-ontologische Bedingung der Möglichkeit aller Ontologien. Das Dasein hat sich so als das vor allem anderen Seienden ontologisch primär zu Befragende erwiesen. [2]

Frage, welche Argumente: (hier zunächst allerdings vorläufige Bestimmungen)

1. Vorrang: Das Seiende ist in seinem Sein durch Existenz bestimmt. Was heißt das? Existenz ist der Terminus für das Seiende, zu dem sich Dasein immer verhalten kann und verhalten muss. Darunter auch es selbst.

Besonderes Merkmal: Es geht diesem 'Dasein' genannten Seienden um etwas, nämlich um sein eigenes Sein. Deutet an: a) Existenzsicherung, aber b) Auffassung der eigenen Seinsweise Seinsverständnis ist selbst eine Seinsbestimmtheit des Daeins [3] Es hat selbst szs. als ontisches Merkmal ein ontologisches bzw. eigentlich vor-ontologisches Bedürfnis.

'Die Existenz wird in der Weise des Ergreifens oder Versäumens nur vom jeweiligen Dasein selbst entschieden.' [4]

Dabei angeleitet von einem Selbstverständnis (das sog. existentielle) Diese Selbstbestimmung und Bestimmung des Selbstverständnisses setzt aber immer auch Existenz voraus als Seiendes, zu dem man sich verhält, das Möglichkeiten des Ergreifens und Versäumens im Bezug auf das das eigene Dasein allererst darstellt. Im Dasein steckt somit auch das vor-ontologische Verstehen von anderem Seienden. D.h. analytisch lässt sich durch das Dasein das Seiende erschließen. Das ist der zweite Vorrang

Und offenbar (ergänzende Interpretation): da wir selbst nur aus unserem Dasein heraus Ontologie betreiben können, gibt es auch garkeine andere Option als durch eine Analytik des Daseins letztlich die Bestimmungsweisen des Seienden, der Existenz, zu erschließen. Das ist der dritte Vorrang

  1. (SZ, S. 7)
  2. (SZ, S. 13)
  3. (SZ, S. 12)
  4. (SZ, S. 12)