Winkelfehler

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Ausbildungen als Radial- und Axiallager

Winkelfehler können trotz genauester Technik in der Fertigung auftreten. Bedingt werden Winkelfehler unter anderem durch die Durchbiegung von Wellen aufgrund des Verhältnisses von Länge und Gewicht der Welle. Diese Fehler können durch den Einbau von Lagern ausgeglichen werden. Sie werden eingebaut, um Wellen und Achsen zu stützen. Diese Bauteile sind Axial- und/oder Radialkräften ausgesetzt. Allerdings eignen sich nicht alle Lagerarten zum Ausgleich von Schiefstellungen und Winkelfehlern.

Axiallager sind zur ein- und zweiseitigen Aufnahme von sehr hohen Axialkräften,d.h. den auftretenden Kräften parallel zur Wellenachse, geeignet, aber nur bedingt bei Radialkräften. Da sie diese Kräfte, die quer zur Achse auftreten, nicht bzw. nur in geringem Maße aufnehmen können,sind sie empfindlich gegen Winkelfehler. Rillenkugellager beispielsweise, egal ob einreihig oder zweireihig, sollten nicht zum Ausgleich von Winkelfehlern verwendet werden, da sie die auftretenden Radialkräfte nur bedingt aufnehmen können.[1]


Anders verhält es sich bei Axial-Pendelrollenlagern, die im Gegensatz zu den anderen Axiallagern, neben den hohen Axialkräften auch mittlere Radialkräfte aufnehmen können. Durch die Möglichkeit des "Pendelns" sind sie Schiefstellungen gegenüber unempfindlicher und können auch kleinere Winkelfehler ausgleichen. Sie tolerieren durch ihre Beweglichkeit Fluchtungsfehler in Lagerungen.


Radiallager, meist ausgeführt als Nadelrollenlager, können neben den Tonnenlagern und Pendelrollenlagern sehr hohe Radialkräfte aufnehmen und sind deshalb gut geeignet, um Winkelfehler bis zu 2 Grad auszugleichen.


Literaturangaben

<references>

  1. Fachkunde Metall. 55. Aufl. Haan-Gruiten: Europa Lehrmittel, S.386.