Korrekturworkflow (JACK3)
Der Korrekturworkflow wurde mit Version 0.20 eingeführt. Diese Funktion unterstützt bei der Korrektur und anschließenden Freischaltung/Einsicht von Prüfungen/Klausuren („Bearbeitungen“) in JACK, insbesondere durch die Möglichkeit, eine große Menge von eingereichten Lösungen zu einer Aufgabe durchzusehen. Dies ist z. B. für offene Aufgaben hilfreich, die manuell korrigiert werden müssen.
Die Funktion gibt es in zwei unterschiedlichen Formen:
- Zum Durchsehen einer durchgeführten Klausur nach Aufgaben eignet sich der Workflow für (Aufgaben-)Bearbeitungen. Es wird eine Aufgabe oder Bearbeitung ausgewählt, anschließend kann man sich durch alle eingereichten Lösungen zu dieser Aufgabe durchklicken, manuelles Feedback hinzufügen und die entsprechenden Aufgaben als „geprüft“ markieren.
- Die Ansicht nach Kursbearbeitungen / Kursteilnahmen (eine Kursteilnahme entspricht bei Prüfungen i. d. R. einem Studierenden bzw. analog einer abgegebenen Klausur) ist die zweite Option. Hier geht man nacheinander durch alle Kursteilnahmen durch und kann diese zur Ansicht „freischalten“, um z. B. eine Einsicht zu ermöglichen.
Beide Formen können gemeinsam, aber auch unabhängig voneinander genutzt werden. Es ist bspw. möglich, den Workflow ausschließlich dazu zu nutzen, um Aufgaben nachzukorrigieren ohne Kursbearbeitungen freizuschalten.
Ein typischer Ablauf könnte wie folgt aussehen:
- Zunächst wird eine Prüfung mit JACK durchgeführt, die die unten gezeigten Sichtbarkeitseinstellungen hat, d. h. Studierende können die Ergebnisse erst nach manueller Freischaltung sehen.
- Die Prüfung wird aufgabenweise korrigiert, z. B. indem jede korrigierende Person zu einer Aufgabe zugewiesen wird. Alternativ mithilfe der Positionsanzeige: Die erste Position korrigiert die Bearbeitungen 1–50, die nächste Person 51–100, usw. Es wird pro Bearbeitung zunächst die automatische Bewertung durch JACK überprüft und ggf. mit manuellem Feedback überschrieben (im Falle von falschen Bewertungen, internen Fehlern oder ausschließlich manuell zu korrigierenden Aufgaben), anschließend wird die Bearbeitung direkt oder von einem Dritten (z. B. einem Zweitprüfer) als „geprüft“ markiert.
- Zum Zeitpunkt einer Einsicht werden Kursbearbeitungen individuell für die jeweiligen Studierenden zur Ansicht freigeschaltet und nach der Einsicht wieder deaktiviert.
Einstellungen im Kursangebot
→ Siehe auch: Einstellungen in einem Kursangebot
Die Funktion kann über die Einstellung Korrekturworkflow aktivieren pro Kursangebot aktiviert werden. Dies schaltet in den Einstellungen zu einem Kursangebot folgende Elemente frei:
- Option, was Studierende Nach manueller Freischaltung sehen dürfen
- Fortschrittsanzeige mit den geprüften bzw. freigeschalteten Bearbeitungen
- Die Korrekturübersicht als Startpunkt für den Korrekturworkflow
Korrekturübersicht
Auf der Seite zur Korrekturübersicht befinden sich eine detaillierte Statusanzeige und die von anderen Seiten bekannten Ergebnistabellen.
Die Tabelle für Bearbeitungen (1) bietet die Möglichkeit der Mehrfachauswahl (3), um mehrere/alle Bearbeitungen als „geprüft“ zu markieren („Aktionen“), außerdem können Bearbeitungen u. a. nach Status (4) und Aufgabe (5) sortiert und gefiltert werden. Geprüfte Bearbeitungen werden mit einem grünen Haken markiert (4). Es besteht die Möglichkeit, aus der Ergebnistabelle direkt zu einer spezifischen Bearbeitung zu navigieren (6). Die Tabelle für Kursbearbeitungen (2) bietet ähnliche Funktionen, darunter die Option, mithilfe der Mehrfachauswahl mehrere/alle Kursbearbeitungen freizuschalten und diese nach aktuellem Status der Freischaltung zu filtern; die Freischaltung wird dabei mit einem grünen Auge gekennzeichnet (7). In der Titelleiste wird angezeigt, wie viele (Kurs-)Bearbeitungen noch nicht geprüft bzw. nicht freigeschaltet wurden (8).
Workflow für Bearbeitungen zu einzelnen Aufgaben
→ Siehe auch: Manuelles Feedback
Auf der Detailseite zu einzelnen Aufgabenbearbeitungen gibt es folgende Elemente (Bild 1):
- Titelleiste mit der Möglichkeit, zur vorherigen/nächsten Bearbeitung zu dieser Aufgabe zu springen
- Einen Button, um die gesamte Bearbeitung zu (de-)markieren
- Eine Statusanzeige zur aktuell gewählten Aufgabe
- Die bekannte Detailansicht zur bearbeiteten Aufgabe inklusive aller Teilaufgaben
- Pro Teilaufgabe einen Button, um diese Teilaufgabe zu markieren. Sind alle Teilaufgaben als „geprüft“ markiert, wird automatisch die gesamte Bearbeitung markiert.
- Die Möglichkeit, zu anderen eingereichten Aufgaben des Studierenden zu springen
Aufgabenteile, die manuell bewertet werden müssen (darunter zählen Freitextaufgaben, Bild 2), können erst als „geprüft“ markiert werden (1), wenn ein manuelles Feedback (2) mit mindestens einer vergebenen Punktzahl (3) vorliegt.
Workflow für Kursbearbeitungen
Auf der Detailseite zu einzelnen Kursbearbeitungen gibt es zusätzlich zur bekannten Detailansicht die Möglichkeit, zur vorherigen/nächsten Kursbearbeitung zu springen (1), außerdem können Kursbearbeitungen freigeschaltet werden bzw. die Freigabe wieder entzogen werden (2). Ist eine Kursbearbeitung nicht freigeschaltet, bestimmt sich das, was Studierende sehen dürfen, aus den Einstellungen Nach individueller Beendigung des Kurses bzw. Nachdem die Bearbeitung für alle geendet hat. Ist sie freigeschaltet, bestimmt sich dies aus der Einstellung Nach manueller Freischaltung.
Studierendensicht
Für Studierende ist der Status des Workflows, insb. die Prüf-Markierung von Aufgabenteilen, nicht sichtbar, lediglich die Auswirkungen von durchgeführten Aktionen:
- Manuelles Feedback oder eine gesetzte Punktzahl wird je nach Einstellungen im Kursangebot angezeigt.
- Die Sichtbarkeitseinstellungen Nach manueller Freischaltung (s.o.) bestimmen, was Studierende sehen, wenn die Kursbearbeitung freigeschaltet wurde (grünes Auge).