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Aus Hochzeitsgeschäfte
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Duisburg Marxloh

Historische Entwicklung

Auch der Duisburger Stadtteil Marxloh war einst, wie für das Ruhrgebiet typisch, von der Stahlindustrie geprägt. Seit den 1960/70er Jahren verzeichnet der Stadtteil durch die hohe Zuwanderung, vor allem von türkischstämmigen Gastarbeitern, und dem späteren industriellen Niedergang einen massiven Strukturwandel, der sich bis heute auswirkt.


Der Stadtteil Marxloh, der im nördlichen Duisburg liegt und zum Bezirk Hamborn gehört, wurde 1929 eingemeindet. Die räumliche Nähe zum Rhein führte im 19. Jahrhundert dazu, dass sich in Marxloh Betriebe aus der Montanindustrie ansiedelten, wie beispielsweise die Grillo-Werke oder die Thyssen-Hütte. Die daraus resultierenden Arbeitsplätze sorgten für einen starken Zuzug von Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland. Je nach konjunktureller Situation, kam es hierbei zu mehr oder weniger starken Wanderungsbewegungen. Besonders der wirtschaftliche Aufschwung nach dem zweiten Weltkrieg führte zu einer gesteigerten Arbeitsmigration und einer damit einhergehenden ethnischen Heterogenität im Stadtteil. Im Zuge der Gastarbeiterveträge zog es zwischen 1955 und 1973 besonders türkischstämmige Arbeiter nach Marxloh, sodass diese bereits 1967 die größte Ausländergruppe in Marxloh bildeten.[1] Im Zuge des Strukturwandels, der mit dem Beginn der Stahlkrise einsetzte, verloren viele Zuwanderer und Deutsche aus dem Arbeitermillieu ihre Anstellung. Allein durch Rationalisierungsmaßnahmen in den 1990er Jahren wurden über 6.000 Arbeitsplätze abgebaut.[2] Personen, die über das nötige Kapital verfügten, verließen den Stadtteil, sodass es zu einer ethnischen und sozialen Verdichtung kam. Als Resultat entwickelten sich in Marxloh ethnisch und räumlich segregierte Personenkreise, die oft nur gering gebildet und kinderreich waren bzw. immer noch sind.[3]

Gegenwärtige Situation

Bei einer Einwohneranzahl von insgesamt 20.442 weist Marxloh aktuell einen Ausländeranteil von 52,8% auf.

Seit dem Jahr 2010 kann der Duisburger Stadtteil Marxloh nach langer Zeit wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Waren 2010 noch 17.522 Menschen in Marxloh Sesshaft, stieg die Anzahl der Bewohner bis Ende 2016 kontinuierlich auf 20.244 an. Ausschlaggebend für den Bevölkerungszuwachs sind primär Zuzüge aus Süd- und Osteuropa - besonders Bulgaren und Rumänen zieht es verstärkt nach Duisburg-Marxloh. Dieser Trend lässt sich auch in den Einwohnerstatistiken der Stadt nachvollziehen: während der Ausländeranteil in Marxloh 2010 noch bei 35,7% lag, beträgt er Ende 2016 bereits 52,8%. Zu beachten ist jedoch, dass dieser Wert nicht ausschließlich durch den Zuzug von ausländischen Personen zustande kommt, sondern auch durch den Wegzug von Deutschen. Zwischen 2010 und 2016 sank die Zahl deutscher Bewohner von 11.147 auf 9.637.[4][5][6] Die Konzentration ausländischer Bewohner, hat das Marxloher Stadtbild in den vergangenen Jahren zunehmend geprägt. Im Zentrum des Stadtteils liegt die Pollmann Kreuzung, an der eine vielzahl türkischer Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister anzutreffen sind. Türkischstämmige Geschäftsgründer gehen zunehmend dazu über ihr Geld lokal zu investieren, anstatt es in die Türkei zu transferieren.[7]


Einwohnerentwicklung in Duisburg Marxloh (2011 - 2016)

Jahr Einwohner Differenz
31.12.2011 17.585 +63
31.12.2012 17.767 +182
31.12.2013 18.643 +876
31.12.2014 18.985 +342
31.12.2015 19.818 +833
31.12.2016 20.422 +604

Quelle: Stast Duisburg, Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik


Einwohner nach Deutschen und Ausländern in Duisburg Marxloh (2010 - 2016)

Jahr Gesamtbevölkerung Deutsche Ausländer Ausländeranteil
2010 17.522 11.260 6.262 35,7%
2011 17.585 11.147 6.438 36,6%
2012 17.767 11.085 6.682 37,61%
2013 18.643 10.822 7.821 41,95%
2014 18.985 10.445 8.540 44,98%
2015 19.818 9.971 9.847 49.69%
2016 20.422 9.637 10.785 52,8%

Quelle: Stadt Duisburg, Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik

Wirtschaftliche Hilfestellung durch staatliche Institutionen

Einen wesentlichen Anteil zur wirtschaftlichen Entwicklung Duisburg-Marxlohs und der Hochzeitsmeile trug das Büro für Wirtschaftsentwicklung in Duisburg bei. Dieses wurde 1996 gegründet, international besetzt und fördert seither auch die wirtschaftliche Entwicklung in Duisburg-Marxloh. Das Büro für Wirtschaftsentwicklung bezieht die Menschen vor Ort in Projekte mit ein, es begleitet bei der Existenzgründung, unterstützt Unternehmen und schafft Gewerbeflächen. Diese Art der Wirtschaftsförderung unterstützte die Entwicklung Marxlohs zu einem Handelszentrum.[8]

Von 1995 bis 2000 wurde der Stadtteil Marxloh in seiner (wirtschaftliche) Entwicklung auch durch die Europäische Union gefördert (EU-Gemeinschaftsinitative Urban).[9][10]

Eine weitere Förderinitiative stellt "BIWAQ" dar, das für "Bildung, Arbeit und Wirtschaft im Quartier" steht und ein ESF-Bundesprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ist. Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des BMUB fördert BIWAQ Projekte zur Integration und zur Stärkung der lokalen Ökonomie. Neben Marxloh sollen hierdurch auch 600 weitere benachteiligte Stadtteile unterstützt werden. Die Stadt Duisburg übernimmt in der Rolle des Antragsstellers die Gesamtkoordination und auch die finanztechnische Abwicklung.

Das Teilprojekt "Lokale Ökonomie stärken" soll das bisherige Niveau der überregionalen Attraktivität sichern und durch behutsame Ergänzungen in der Angebotsstruktur die Anziehungskraft des Stadtteils festigen. Hierbei steht besonders die Anregung von privaten Investitionen in den Bestand und die Ausschöpfung von weiteren Entwicklungspotentialen im Vordergrund.[11]

Die Hochzeitsmeile

Der Entstehung der Duisburger Hochzeitsmeile liegt, nach Idik, das Konzept der lokalen - und Migrantenökonomie zugrunde. Lokale Ökonomie bezieht sich auf die Wirtschaft in einem sozialen Raum. Durch die Verknüpfung des Wirtschaftsraums mit einem sozialen Raum ergibt sich zudem eine kulturelle Dimension. Demnach besitzt die lokale Ökonomie ökonomische, soziale und kulturelle Komponenten. Als ein Spezialfall dieser Ökonomie kann die Migrantenökonomie (auch ethnische Ökonomie) bezeichnet werden, die auf der Selbstständigkeit von Migranten aufbaut.[12]

Diese bedienen zunächst vorallem die Bedürfnisse ihrer Landsleute, beziehungsweise anderer Migranten und erweitern ihre Kundschaft zunehmend, indem sie in Konkurenz zu Unternehmen außerhalb ihrer (kulturellen) Nische treten. Diese Konkurenz führt zu weiterer Differenzierung und erlaubt einigen Unternehmen zu wachsen und ihre Migrantenökonomie zu verlassen. Auch in Duisburg-Marxloh entstand eine vorallem türkisch geprägte Migrantenökonomie. Der Bereich der Braut- und Abendmode war besonders erfolgreich. Ausschlaggebend dafür waren die Verbindungen zu den Herkunftsländern, die Kenntnisse der Kundenstruktur, die (anfängliche) Kundenpräsenz und die Tradition Marxlohs als Handelsstandort. Die Nachfrage blieb konstant und es siedelten sich immer mehr Geschäfte dieses Bereichs an. Die Konkurenzsituation in der sich die Mode-Geschäfte nun befanden, führte zu einem großen Angebot, Qualität und Spezialisierung. Auch zusätzliche Dienstleister wie Juweliergeschäfte, Fotostudios und Modeausstatter für Kinderbekleidung und traditionelle Festkleidung für Kinder zum rituellen Beschneidungsfest siedelten sich an der marxloher Hochzeitsmeile an.[13]

Die Hochzeitsmeile ist jedoch keine Meile im eigentlichen Sinne, sondern bezeichnet eine Kreuzung, die aus der Weselerstraße, der Kaiser- Wilhelm- Straße und der Kaiser- Friedrich- Straße besteht. Vorläufer der Marxloher Hochzeitsmeile war die Einkaufsstraße in Köln Mülheim. Die Meile besteht aus 40 Hochzeitsgeschäften. Siebzig Prozent der Ware wird in Izmir produziert.[14] Betrachtet man die Tatsache, dass die Ware und die Dienstleistungen auf die speziellen Bedürfnisse muslimischer Familien ausgerichtet sind, ist es nicht verwunderlich, dass zwei Drittel der Kundschaft türkisch ist, gefolgt von der arabischen Kundschaft mit 6 Prozent. Siebzehn Prozent sind ohne Migrationshintergrund. Siebzig Prozent der Kundschaft ist nicht aus Duisburg. Sie reisen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Groß Britannien, Finnland und der Schweiz an. Des Weiteren ist in den in Deutschland erhältlichen türkischen Medien bedeutend mehr Werbung für die Geschäfte der Marxloher Hochzeitsmeile enthalten als in den deutschen Medien. Laut den türkischen Medien waren die Geschmäcker der deutschen und türkischen Bräute sehr unterschiedlich, jedoch würden die Deutschen sich nun an den "Prinzessinnen- Stil" der türkischen Bräute anpassen.[15] Der Beginn der Hochzeitsmeile war 1999 als die EG Duisburg viele Händler zu einem Bazar einlud. Das erste Geschäft war ein türkischer Juwelier, dessen Tochter einen Mann aus der Türkei heiratete. Somit eröffnete der Juwelier ein zweites Geschäft: ein Brautmodengeschäft. Schließlich war Marxloh immer eine Handelsstadt und wollte auch wieder ins Zentrum dessen geraten, nachdem die türkischen Migranten zu Beginn der 70er Jahre nach Marxloh zogen.[16] Heute wird die Hochzeitsmeile oftmals als positives Beispiel für Integration und kultureller Vielfalt wahrgenommen und in den Medien präsentiert. Mit dem Werbeslogan "Made in Marxloh" wurde auf dem Kulturfestival Duisburger Akzente die Sonderaustellung "Heiraten alla Turca" präsentiert. Hier wurden die einzelnen Stationen einer traditionellen türkischen Hochzeit vorgestellt.[17]

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl von Braut- und Abendmodegeschäfte in Marxloh stetig gesteigert. Der einsetzende Aufschwung für das Brautmodengeschäft bezieht sich dabei nicht nur auf genannte Geschäfte, sondern auf das gesamte Cluster „Braut- und Abendmode“, wozu neben den Bekleidungsgeschäften auch Einzelhandelsposten und Dienstleister gehören, wie z. B. Juweliere, Läden für Kosmetik und Körperpflege, Friseure, Spezialisten für Fotografie und Druckerzeugnisse sowie Schuhläden. Darüber hinaus hat sich um die Geschäfte einige Gastronomische Betriebe angesiedelt, die potentiellen Kunden während ihrer Einkäufe ein breit gefächertes Angebot an Speisen anbieten. Während das gesamte Cluster im Jahr 2009 noch 52 Geschäfte umfasste (ohne Gastronomiebetriebe), waren es im Jahr 2012 bereits 91. Insgesamt belegt das Cluster in Marxloh eine Geschäftsfläche von 13.600 qm Geschäftsfläche, die sich zu 29% im Besitz der Geschäftsinhaber befinden und zu 71% angemietet sind. Die reine Verkaufsfläche beträgt 9.638 qm.[18]

Braut- und Abendmode in Marxloh.jpg

Bestandsherhebung der Clusterbetriebe (2009; 2012)

Segment 2009 2012 Entwicklung
Anzahl Betriebe insgesamt (ohne Gastronomie) 52 91 +75%
davon Segment A (Kernbetriebe) 25 41 +64%
davon Segment B (A ergänzende Betriebe) 14 27 +93%
davon Segment C (A ergänzende Betriebe) 9 14 +55%
davon Segment D (profitierende Betriebe) 4 9 +125%

Quelle: EG DU, TIAD

Unternehmer

Das Geschäft mit Hochzeitsmode im Duisburger Stadtteil Marxloh wächst seit den 2000er Jahren stetig und diese Tendenz bleibt auch weiterhin erkennbar. Demzufolge breiteten sich auch zunehmend Unternehmer auf der Hochzeitsmeile aus, um den Erfolg dieser Branche mitzugestalten. Doch nicht nur der Zuwachs an Unternehmern, sondern auch die Expansion bereits bestehender Unternehmen sowie die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle ist Teil des Unternehmertums.[19] Die Unternehmer der Hochzeitsmeile sind überwiegend türkischer Herkunft, die sich vor allem durch ihre Risikobreitschaft und Gründungsanstrengungen kennzeichnen.[20] Zudem handelt es sich dabei um flexible Familienbetriebe.[21] Eine Zusammenarbeit mit in der Türkei ansässigen Unternehmen, wie z.B. das Auslagern spezifischer Produktionsschritte, ist auch Bestandteil des Marxloher Hochzeitgewerbes.[22] Der Ruf dieses Stadtteils, als heruntergekommener und vernachlässigter Ort, schreckt dabei die Unternehmer nicht ab, da sich daran die überwiegend türkische und arabische Kundschaft nicht zu stören scheint. Dies wird nicht nur anhand der hohen Anzahl an Unternehmen deutlich, sondern auch durch die Tatsache belegt, dass die meisten Läden inhabergeführt sind und die führenden Unternehmer in den Standort Marxloh investieren.[23]


Transnationale Migration

Transnationale Migration wird als Prozess bezeichnet, bei dem Migranten multiple soziale Beziehungen zwischen ihrem Heimatland und ihrem Aufnahmeland entwickeln und erhalten. Statt eine vollständige Assimilation durch ihr Aufnahmeland zu erfahren, beschreiten, bei dieser Form der Migration, die Betreffenden verschiedene mögliche Eingliederungspfade. "Bei diesen ist die Beibehaltung von kulturellen Merkmalen des Herkunftslandes möglich, die wiederum Einflüssen des Aufnahmelandes unterliegen und durch die verfolgten transnationalen Beziehungen neu geformt werden" (A. Fürst & J. Balke 2013:248). Die Globalisierung unterstützt die transnationale Migration dahingehend, dass sie intensive transnationale Aktivität ermöglicht und Verbindungen zum Herkunftsland nicht an Körperlichkeiten gebunden sind (A. Fürst & J. Balke 2013:248 f.6).


Transnational ethnisches Unternehmertum

Als transnational ethnische Unternehmer werden Migranten bezeichnet, welche soziale Beziehungen zu Herkunftsorten und jeweiligen Migrationsorten nutzen, um Unternehmen aufzubauen, die über internationale Grenzen hinweg agieren. Also eine transnationale ökonomische Aktivität verzeichnen können. Durch diese transnationale ökonomische Aktivität können transnational ethnische Unternehmer spezifische Ressourcen als Unternehmensvorteile einsetzen und erweitern. Vorteilhafte Ressourcen sind bspw. lokale und transnationale Netzwerke der Unternehmer; Kenntnisse spezifischer Märkte; vorhandene bilinguale Sprachkenntnisse und transkulturelle Identität (A. Fürst & J. Balke 2013:2496).

Transnational ethnische Unternehmer sind dabei handelnde Akteure, die innerhalb struktureller Rahmenbedingungen Strategien zur sozioökonomischen Aufwärtsmobilität entwickeln. Der Gang in die Selbstständigkeit resultiert aus strukturellen Constraits (hemmenden Auflagen und Einschränkungen). Dies können bspw. der Nachweis von Sprachkenntnissen sein; die Verfügbarkeit von gesellschaftlich implizit geteiltem Wissen; Diskriminierungserfahrungen, oder auch administrative Hürden bei der Anerkennung von Bildungsabschlüssen. Dies kann besonders für die ersten Generationen der transnational ethnischen Unternehmer aus der Hochzeitsmeile zutreffen (A. Fürst & J. Balke 2013:249, 2536).

Transnationale Migranten reagieren dabei nicht nur auf strukturelle Rahmenbedingungen, sondern suchen darüber hinaus aktiv nach Möglichkeiten und Marktnischen um Vorteile ihrer bikulturellen Ressourcen einsetzen zu können. Mit dem transnationalen Unternehmertum wird also eine Handlung vollzogen, welche strukturelle Hemmnisse und begrenzte Möglichkeiten zu überwinden sucht (A. Fürst & J. Balke 2013:2496).

Soziale Netzwerke

Transnationale ethnische Unternehmer nutzen grenzübergreifende soziale Netzwerke. Dabei sind sie besonders von der Ausweitung sozialer Netzwerke zwischen zwei Ländern (oder mehr) abhängig. Es wird dabei häufig auf familiäre Netzwerke zurückgegriffen, da diese eine intensive und langfristige Verbindungsform darstellen, welche nicht ständig reaktiviert werden muss. Mit Hilfe dieser familiären multilokalen Netzwerke entstehen häufig erweiterte Kontakte zu Zulieferern, Kunden und Geschäftspartnern im Heimat und Aufnahmeland. Ohne diese familiären Netzwerke werden meist nur lose Kooperationen eingegangen, welche in Bezug auf den Informationsfluss und auch auf Produktionsentwicklungen zu zeitlichen Verzögerungen führen kann (A. Fürst & J. Balke 2013:2506).

Jedoch spielen auch lokale Netzwerke eine wichtige Rolle bei der Vernetzung der Unternehmer. So wurden in Marxloh mehrere Vereine gegründet. Hierzu gehören der "Verein türkischer Geschäftsleute in Duisburg und Umgebung" (TIAD e.V.), der Verein "Migrantenunternehmen" (MUT e.V.), die "Initiative Weseler Straße"[24] und die "Entwicklungspartnerschaft Kaiser-Wilhelm-Straße". Hinzu kommen noch die Werbegemeinschaften "Marxlohcenter" und "Marktpassage". Diese Organisationen beteiligen sich an der wirtschaftlichen Entwicklung des Stadtteils und des Braut- und Abendmoden Sektors, als Alleinstellungsmerkmal Marxlohs.[25]


Unternehmensballungen

Trotz starker transnationaler Netzwerke, ist die Vernetzung in Duisburg-Marxloh innerhalb der Kerngruppe der Braut- und Abendmoden Unternehmen eher gering (A. Fürst &J. Balke 2013:250). Ein Grund dafür ist die fehlende Vertrauensbasis zwischen den Unternehmern. Sie stehen unter Konkurrenzdruck und fürchten sich vor einem Überangebot der Produkte, welcher zu einer Abwertung dieser führen könnte. Eine gleichwertige Kooperation wird zudem durch das unterschiedliche Niveau der betrieblichen Kenntnisse und Professionalität der Unternehmen erschwert (A. Fürst &J. Balke 2013:2566) (Mehr dazu im nachfolgenden Punkt). Zwischen den Braut- und Abendmoden Unternehmen und den ergänzenden Betrieben ist die Vernetzung erheblich größer. Der Wissenstransfer und die Kundenvermittlung zwischen den Betrieben erfolgt auf informeller Ebene. Bisher gibt es keine organisierte Außendarstellung oder koordinierte Netzwerkaktivität zwischen den Betrieben der "Hochzeitsmeile" (A. Fürst & J. Balke 2013:2506). Auch seitens der Stadtentwicklung bzw. Wirtschaftsförderung existieren kaum Maßnahmen oder Angebote, die eine solche Netzwerkstruktur unterstützen und vertrauensschaffende Maßnahmen durchführen (A. Fürst & J. Balke 2013:2566).


Drei Generationsgruppen transnationaler ethnischer Unternehmer in Duisburg-Marxloh

Die transnational ethnischen Unternehmer der Hochzeitsmeile in Duisburg Marxloh unterscheiden sich in mehreren Aspekten und können in drei Gruppen unterteilt werden.

Die transnational ethnischen Unternehmer der ersten Generation kam Ende der 1970er oder Anfang der 1980er Jahre nach Deutschland. Sie Immigrierten aufgrund der instabilen politischen Lage der Türkei und/ oder um in Deutschland Arbeit zu suchen. Sie hatten unterschiedliche Bildungsniveaus und in der Regel keine Vorerfahrungen in der Branche oder vorherige geschäftliche Beziehungen, als sie ihre Unternehmen aufbauten. Ihre Expansionspläne sind lokal verortet (A. Fürst & J. Balke 2013:253 f.6).

Die transnational ethnischen Unternehmer der zweiten und dritten Generation sind bereits in Deutschland geboren und zwischen 20 und 40 Jahre alt. Sie haben das deutsche Bildungssystem durchlaufen und wiesen größtenteils, bei Gründung, vorherige Erfahrungen in der Branche und familiäre Netzwerke auf. Sie hatten bereits enge Beziehungen zu Geschäftspartnern oder Herstellern in der Türkei oder sogar Kontakt zu familiären Produktionsstätten und streben eine regionale oder Bundesweite Expansion an (A. Fürst & J. Balke 2013:2536).

Die transnational ethnischen Unternehmer der neuen Generation kennzeichnen sich durch ihre vorherige Erfahrung in der Branche. Dabei nutzen sie bereits sehr starke geschäftliche Verbindungen und haben meist bereits ein Hauptgeschäft in der Türkei. Sie verfolgen in erster Linie Expansionspläne, wobei Duisburg-Marxloh als erste Anlaufstelle für den deutschen Markt gesehen wird (A. Fürst & J. Balke 2013:2546).


6Fürst, A. & J.Balke 2013: Transnationales ethnisches Unternehmertum. Das Fallbeispiel türkischstämmiger Unternehmer in Duisburg-Marxloh. In: Raumforschung und Raumordnung, 6/2013, Vol.71(3), pp.247-259

Produkte

Auf der Hochzeitsmeile werden hauptsächlich Kleider und Smokings für die Zeremonie angeboten. Neben dem modischen Angebot, befinden sich außerdem Juweliere, Fotografen und orientalische Bäckereien, die alles Nötige für eine Hochzeit bereitstellen. Die angebotenen Produkte richten sich hauptsächlich auf den Heiratsmarkt. Dennoch bedient die Produktauswahl im Marxloher Bezirk auch andere Konsumbedürfnisse. Beispielsweise befinden sich innerhalb der Hochzeitsmeile gastronomische Betriebe und Supermärkte, die auch den alltäglichen Konsumbedarf decken.

Die Produktion von Brautmoden findet größten Teils in der Türkei statt. Allein die Stadt Izmir produziert circa siebzig Prozent der Kleider. Die Geschäfte wie zum Beispiel "White Lady d´sign" sind teilweise Tochterunternehmen mit Hauptsitz in der Türkei. Viele Läden beschäftigen eigene Designer in ihrer Heimat, um eine Qualität zu sichern, die sich von anderen Produkten aus dem Ausland unterscheiden.[26] Sie sind dabei ganz auf den Geschmack von türkischen Bräute eingestellt. Es handelt sich also nicht um Massenproduktion, wie es bei vielen Brautmoden der Fall ist, die in China hergestellt werden.[27]

Produktion

Die Produktion von Brautmoden findet größten Teils in der Türkei statt. Viele Läden beschäftigen eigene Designer in ihrer Heimat, um eine Qualität zu sichern, die sich von anderen Produkten aus dem Ausland unterscheiden.[28] Sie sind dabei ganz auf den Geschmack von türkischen Bräute eingestellt. Es handelt sich also nicht um Massenproduktion, wie es bei vielen Brautmoden der Fall ist, die in China hergestellt werden.[29]

Kunden

Basisdaten und Verteilung

Die Hochzeitsmeile in Duisburg-Marxloh entspricht eher einer orientalischen Handelstradition als einer gängigen Marktanalyse. [30] Die Kaufinteressenten schätzen die Vergleichbarkeit der Produkte bzw. das Verhandlungspotenzial bei den Preisen (ebd.) und kommen aus ganz Europa, wobei etwa zwei Drittel der Kunden türkischstämmig sind und sechs Prozent aus dem arabischen Raum stammen. [31] Ohne Migrationshintergrund sind in den Hochzeitsgeschäften 17 Prozent der Kundschaft (ebd.).

Deutsche Kunden sind häufig Abiturientinnen auf der Suche nach dem passenden Kleid für den Abschlussball. [32]

Nationalität der Kunden

Nationalität Anteil
1 türkisch 64,12%
2 deutsch 16,73%
3 arabisch 5,62%
4 osteuropäisch 4,69%
5 aus dem Balkan 4,21%
6 andere 4,06%
7 unbekannt 0,19%

Quelle: EG DU, TIAD (2012)

Einzugsgebiet des Clusters

Das EInzugsgebiet des Clusters erstreckt sich von Duisburg-Marxloh, über Nordrhein-Westfalen bis hin zum angrenzenden Ausland. 48% der Kunden kommen aus überregionalen Gebieten, 29% aus dem unmittelbaren Umfeld von Duisburg-Marxloh und weitere 22% aus Regionen des Ruhrgebiets.

Überschrift Einzugsgebiet Anteil
1 Gesamtes Ruhrgebiet 22,44%
2 angrenzendes Ausland 19,42%
3 Nordrhein-Westfalen 16,37%
4 Duisburg 15,37%
5 Marxloh 13,65%
6 andere Bundesländer 12,52%

Quelle: EG DU, TIAD (2012)


2. Historische Entwicklung

Kulturelle Hintergründe

Nachdem die ersten Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind, sind immer mehr Migranten nach Marxloh gezogen. Die türkische und die islamische Kultur sind miteinander verwoben, daher werden die Hochzeiten sehr groß gefeiert, denn eine Hochzeitsfeier hat in der islamischen Kultur die Funktion der Bekanntgabe der Eheschließung.[33]

Des Weiteren gibt es für die muslimische Frau religiöse Kleidungsvorschriften, die besagen, dass den potenziellen Ehemännern gegenüber nur die Hände, Füße und das Gesicht gezeigt werden dürfen. Dies haben Migranten als Marktnische für sich entdeckt und zu eigen gemacht.

Die Türkei ist bekannt für ihr großes Dienstleistungsangebot. Ganz nach dem Motto "Was nicht passt, wird passend gemacht" werden Kleider ohne Aufpreis an die Bedürfnisse der Kundschaft angepasst. Diese Unternehmerkultur wurde von den türkischstämmigen Unternehmern der Marxloher Hochzeitsgeschäfte übernommen.

Mittlerweile existieren auf der Hochzeitsmeile auch Geschäfte für traditionelle Kinderkleidung. Nach der türkischen Tradition wird es so aufgefasst, dass die reguläre Eheschließung die "große Hochzeit" der Mädchen ist und die Beschneidungsfeier die "kleine Hochzeit" der Jungen. Beide Feiern werden in Hochzeitssälen gefeiert. Der Junge trägt traditionelle osmanische Kleidung. Mit der Eröffnung solcher Geschäfte auf der Hochzeitsmeile wurde diese Kleidung nach Duisburg geholt.

Die großen türkischen Hochzeitsfeste umfassen bis zu 2.000 private Gäste. Sie stellen ein wichtiges kulturelles Event dar, da die Hochzeit eine Vorbedingung für die Gründung einer Familie ist. Doch nicht nur die Hochzeitsfeier an sich, sondern auch die Geschehnisse um dieses zentrale Event haben eine große Bedeutung: der traditionelle Hochzeitseinkauf z. B., bei dem sich das Brautpaar gemeinsam mit Angehörigen und engen Freunden Besorgungen rund um die Hochzeit erledigt.[34]

Wissenschaft

In den wissenschaftlichen Publikationen wird das Thema zur Hochzeitsmeile in Duisburg-Marxloh seltener als alleiniger Forschungsgegenstand behandelt. Vielmehr ist die Hochzeitsmeile ein oft genanntes Beispiel im Rahmen wissenschaftlicher Veröffentlichungen zur Stadtentwicklung, zur Raumforschung, zur Stadtteilökonomie oder auch im Rahmen der Integrations-, Migrations- und Kulturforschung.

So führt Cöster in ihrer ethnografischen Studie zu den Frauen in Duisburg-Marxloh zwei türkischstämmige Ladeninhaberinnen als Beispiel für die Geschäftstätigkeit der Frauen in Duisburg-Marxloh an. Daneben verweist sie anhand dieses Beispiels nicht nur auf die Bereitschaft zur Berufstätigkeit, sondern auch auf die Motive für diese sowie auf die Bedeutung der familiären Unterstützung.[35] Gorres et al. unterstreichen bereits mit ihrer Titelwahl „Hochzeitskultur als Motor der Stadtteilökonomie“ die Relevanz der Hochzeitsgeschäfte für die wirtschaftliche Entwicklung des Stadtteils.[36] Fürst und Balke zeigen am Fallbeispiel türkischstämmiger Unternehmer in Dusiburg-Marxloh die Merkmale und Besonderheiten ethnischen Unternehmertums auf. Eine besondere Bedeutung sehen sie in der Verbindung und der wechselseitigen Wirkung zwischen dem Eingebundensein in transnationale Netzwerke und lokale Gegebenheiten.[37]

Die Hochzeitsmeile in Duisburg-Marxloh dient damit häufig als Positiv-Beispiel für verschiedene Themenfelder. Sie fördert die wirtschaftliche Entwicklung des Stadtteils, symbolisiert zugleich einen Aspekt der Integrationsmöglichkeiten in lokale Ökonomien und verweist in ihrer Beschaffenheit und Ausgestaltung auf die Besonderheiten des ihr zugrunde liegenden kulturellen Hintergrunds. Es lässt sich festhalten, dass innerhalb der wissenschaftlichen Literatur der Hochzeitsmeile in Duisburg-Marxloh mehrere positive Effekte und Entwicklungstendenzen für verschiedene gesellschaftliche Bereiche zuteil werden.

Quellen

  1. Köster, A. C. (2010): Duisburg Marxloh. Interethnischer Austausch und subjektive Wahrnehmung von den 1960er Jahren bis heute. S. 219 f.
  2. Gorres, A., Sucato, E. & A. Yildirim (2010): Hochzeitskultur als Motor der Stadtteilökonomie in Duisburg-Marxloh. Seite 243 - 251, in: Informationen zur Raumentwicklung, Heft 2/3.2010.
  3. Köster, A. C. (2010): Duisburg Marxloh. Interethnischer Austausch und subjektive Wahrnehmung von den 1960er Jahren bis heute. S. 219 f.
  4. Kronen, W. & R. Richter (2015): Einwohnerentwicklung in Duisburg zum Jahresbeginn 2015.
  5. Kronen, W. & R. Richter (2015): Einwohnerentwicklung in Duisburg zum Jahresbeginn 2017.
  6. Stadt Duisburg, Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik: Einwohner nach Deutschen und Ausländern, nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31.12.2011 - 2016.
  7. Köster, A. C. (2010): Duisburg Marxloh. Interethnischer Austausch und subjektive Wahrnehmung von den 1960er Jahren bis heute. S. 221.
  8. Idik, Ercan (2010): Lokale MigrantInnenökologie und Sozialraumentwicklung. Das (Wirtschafts-) Wunder von Marxloh. (35-38) in: Sozial Extra (5|6'10).
  9. Hanhörster, Heike (2001): Whose neighbourhood is it? Ethnic diversity in urban spaces in Germany. (329-338) in: GeoJournal (51).
  10. Prey, Gisela (2014): Von Stadtmarketing, BIDs und ISGs: Neue GovernanceFormen in der QuartiersÖkonomie. (293-314) in: Schnur, O. (Hg.): Quartiersforschung - zwischen Theorie und Praxis. 2. überarbeitete und vollständig aktualisierte Auflage. Springer, Wiesbaden.
  11. Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH, Projekt BIWAQ unter: https://www.duisburg.de/micro/eg-du/projekte/Projekt_BIWAQ_2016.php (Stand 04.05.2017)
  12. Idik, Ercan (2010): Lokale MigrantInnenökologie und Sozialraumentwicklung. Das (Wirtschafts-) Wunder von Marxloh.
  13. Idik, Ercan (2010): Lokale MigrantInnenökologie und Sozialraumentwicklung. Das (Wirtschafts-) Wunder von Marxloh.
  14. https://www.waz.de/staedte/duisburg/die-hochzeitsmeile-in-marxloh-ist-ein-erfolgsmodell-id7137086.html 08.05.2017 9:19
  15. http://www.hurriyet.com.tr/silva-erkoc-almanlar-da-artik-suslu-kabarik-kiyafet-istiyor-40292642
  16. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/hochzeitsmeile-in-duisburg-marxloh-wie-brautmodengeschaefte-um-deutsche-kunden-werben-aid-1.6131711 03.05.2017 10:26
  17. http://www.wz.de/home/panorama/das-schlaraffenland-fuer-braeute-1.127056 03.05.2017 10:48
  18. TIAD e. V., EG DU (2011): Bestandsaufnahme und strukturelle Merkmale des Einzelhandelsclusters Braut- und Abendmode in Duisburg-Marxloh
  19. Rheinische Post vom 22. Juli 2016. Hochzeitsmeile in Marxloh. Der türkische Traum aus Tüll. Online unter: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/hochzeitsmeile-in-duisburg-marxloh-wie-brautmodengeschaefte-um-deutsche-kunden-werben-aid-1.6131711 04.05.2017
  20. Soziale Stadt NRW. Online unter :http://www.soziale-stadt.nrw.de/stadtteile_projekte/projekte/marxloh_hochzeitsmeile.php 04.05.2017
  21. Süddeutsche Zeitung Heft 41/2011. Der Weg zum Glück. Online unter: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36414/Der-Weg-zum-Glueck 04.05.2017
  22. Piepiora, Fabienne:Die "Hochzeitsmeile" in Marxlohist ein Erfolgsmodell. In Der Westen vom 27.09.2012. Online unter: https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/die-hochzeitsmeile-in-marxloh-ist-ein-erfolgsmodell-id7137086.html 04.05.2017
  23. Rheinische Post vom 22. Juli 2016. Hochzeitsmeile in Marxloh. Der türkische Traum aus Tüll. Online unter: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/hochzeitsmeile-in-duisburg-marxloh-wie-brautmodengeschaefte-um-deutsche-kunden-werben-aid-1.6131711 04.05.2017
  24. Idik, Ercan (2010): Lokale MigrantInnenökologie und Sozialraumentwicklung. Das (Wirtschafts-) Wunder von Marxloh. in: Sozial Extra (5|6'10).
  25. Prey, Gisela (2014): Von Stadtmarketing, BIDs und ISGs: Neue Governance-Formen in der Quartiers-Ökonomie. (293-314) in: Schnur, O. (Hg.): Quartiersforschung - zwischen Theorie und Praxis. 2. überarbeitete und vollständig aktualisierte Auflage. Springer, Wiesbaden.
  26. RP Online 16.2.2017 Brautmoden-Meile in Marxloh, http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-brautmoden-meile-in-marxloh-45-betrugsanzeigen-gegen-brautmodengeschaeft-aid-1.6609432.
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